Ex-Schaeffler-Vorstand Oliver Jung wird Festo-Chef

Festo

Zwei Jahre führte ein Interimschef die schwäbische Paradefirma Festo. Nun endlich hat Chefkontrolleur Klaus Wucherer einen neuen Dauer-CEO gefunden.

Der schwäbische Automatisierungsspezialist Festo zählt zu Deutschlands meistbewunderten Vorzeigemittelständlern. Nicht umsonst schaut Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Hannover Messe, der größten Industrieschau der Welt, fast jedes Jahr an dem Stand des Esslinger Familienunternehmens (3,1 Milliarden Euro Umsatz, 20.000 Mitarbeiter) vorbei.

Weniger vorbildhaft war in den vergangenen Jahren das Hin und Her an der Unternehmensspitze. Nachdem Ex-Siemens-Vorstand Klaus Wucherer (74) das Amt des obersten Kontrolleurs 2013 von dem früheren BMW-Granden Joachim Milberg (75) übernommen hatte, herrschte auf der Topetage ein munteres Treiben.

Erst wurde im Juli 2015 nach fast zwölf erfolgreichen Jahren Vorstandschef Eberhard Veit (56) hinauskomplimentiert, wobei der Nachfolger Claus Jessen (55) damals durch einen Autounfall außer Gefecht gesetzt war und den Chefjob deshalb erst im Januar 2016 antreten konnte. Jessen überwarf sich binnen neun Monaten mit den Räten um Wucherer. Fortan leitete der frühere Personalvorstand Alfred Goll (61) die Firma als „Vorstandssprecher“, was eigentlich als Übergangslösung gedacht war.

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