Ceconomy-Großaktionär spricht Klartext

Christoph Vilanek

Freenet-Boss Christoph Vilanek ist Großaktionär bei Ceconomy. Den Rauswurf von CEO und CFO bei der MediaMarktSaturn-Mutter verteidigt er als „dringend nötig“. Der jetzigen Führung traut er die Transformation auch nicht zu. Der Investor über seinen Wunschkandidaten und Details seiner Umbaupläne.

Eigentlich sollte die Trennung vom Großhändler Metro für die MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy ein Befreiungsschlag sein. Doch davon ist rund eineinhalb Jahre später wenig zu spüren: Die Aktie ist binnen Jahresfrist um über 70 Prozent abgestürzt. Und Ceconomy ist nach dem Rauswurf von CEO Pieter Haas und CFO Mark Frese nach drei Gewinnwarnungen in Folge noch immer führungslos. Wie soll es jetzt in der Holding (Umsatz 2017/18: 21,4 Milliarden Euro; 650 Millionen Euro Ebitda) und in den europaweit mehr als 1000 Elektronikmärkten weitergehen?

Darum geht es im Gespräch mit Christoph Vilanek (50), der als Vorstandschef von Freenet einen der Großaktionäre vertritt. Der Mobilfunkanbieter war im vergangenen Sommer für 277 Millionen Euro bei Ceconomy eingestiegen. Mit 9,1 Prozent der Aktien ist Freenet hinter Haniel und der Meridian-Stiftung seitdem drittgrößter Anteilseigner. Schnell wird klar: Bei einem so hohen Einsatz interpretiert Vilanek seine Rolle nicht als Zuschauer. Der Österreicher spricht Klartext.

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