Neue Ermittlungen im Werft-Umfeld

Gorch Fock

Nach WELT-Recherchen gibt es weitere Ermittlungen in Zusammenhang mit der „Gorch Fock“. Es geht um ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue im bisherigen Vorstand jener Werft, die mit der teuren Sanierung des Schiffes betraut ist.

In der Affäre um die Kostenexplosion beim Segelschulschiff „Gorch Fock“gerät die mit der Sanierung beauftragte Elsflether Werft immer weiter in Schwierigkeiten.

Nach Informationen von WELT hat die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen den bisherigen Werft-Vorstand Marcus R. eingeleitet. Der Beschuldigte war zuletzt Vorstandsvorsitzender der Hamburger Sky-Stiftung, die sämtliche Anteile an der Elsflether Werft hält.

Hintergrund der Ermittlungen sind Vorwürfe, wonach es in den vergangenen Jahren zu Vermögensabflüssen aus der Werft gekommen sein könnte. Über diese Vorwürfe, erhoben von Angehörigen der verstorbenen Eigentümerin, hatte zuerst der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet.

Am Mittwoch erreichte den betroffenen Vorstand prompt die Kündigung. Die Werft hatte Vorstand und Aufsichtsrat wegen Verdachts „erheblicher Pflichtverletzungen zulasten der Werft“ komplett abberufen.

Auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt

Wegen eines handfesten Korruptionsverdachts ermittelt seit Dezember auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück im Zusammenhang mit der „Gorch Fock“. Es geht um den Verdacht, ein Beamter des Marinearsenals, ein Preisprüfer, habe verbotene Bestechungsgelder aus dem Werft-Umfeld erhalten.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nun weitere Ermittlungen in genau diesem Werft-Umfeld eingeleitet. Die Frage ist, ob aus dem Firmenkonstrukt der Elsflether Werft AG respektive der dahinter stehenden Stiftung verbotenerweise Vermögen abgeflossen sein könnte.

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