Thyssen-Krupp: Nächster Aufsichtsrat wirft hin

Hans-Peter Keitel

Der Führungs-Exodus bei Thyssen-Krupp geht weiter: Nun will auch Aufsichtsratsmitglied Hans-Peter Keitel sein Amt niederlegen.

Erst vor wenigen Monaten gelang es dem Aufsichtsrat des Essener Industriekonzerns Thyssen-Krupp, zwei offene Stellen neu zu besetzen, nachdem die Aufseher Ulrich Lehner und René Obermann im vergangenen Jahr ihre Posten geräumt hatten.

Nun wird wohl erneut eine Stelle frei: Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, will auch Hans-Peter Keitel, ehemaliger Vorstandschef des Baukonzerns Hochtief und seit 2010 im Aufsichtsgremium von Thyssen-Krupp, sein Amt zur Hauptversammlung im Februar niederlegen. Das „Manager Magazin“ berichtete zuerst darüber.

Schon kurz vor Weihnachten soll Keitel demzufolge einen Brief an den derzeitigen Vorsitzenden des Gremiums geschrieben haben, den Bochumer Wirtschaftswissenschaftler Bernhard Pellens. Grund für den Rückzug sei demnach das strategische und personelle Chaos, das Keitel nicht länger mittragen wolle. Thyssen-Krupp wollte sich zu der Personalie zunächst nicht äußern.

Seit der frühere Vorstandschef Heinrich Hiesinger im Sommer seine Karriere bei dem Ruhrkonzern auf eigenen Wunsch beendete, steckt Thyssen-Krupp in einer anhaltenden Personaldebatte. Mit dem früheren Finanzchef Guido Kerkhoff wurde zwar inzwischen ein dauerhafter Nachfolger gefunden. Doch noch immer findet der Aufsichtsrat in wichtigen Fragen nicht zu einem gemeinsamen Kurs.

Auf Handelsblatt weiterlesen...