Boy’s Club Vorstand: lieber keine Frauen

Frauen

Eine neue Studie zeigt, dass es weiterhin nur wenige Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen gibt. Manche Unternehmen gehen bei der Besetzung neuer Posten vorbildlich voran – andere halten es für unnötig, Frauen zu berufen. Ein Überblick

„Die Macht hinter den Kulissen – Warum Aufsichtsräte keine Frauen in die Vorstände bringen“: So heißt die neue Studie der AllBright Stiftung. Im Mittelpunkt steht ein Wert: 8,8 Prozent – das ist der Frauenanteil in den Vorständen der 160 börsennotierten deutschen Unternehmen im Februar 2019. Auch in den Aufsichtsräten seien Frauen mit 30,2 Prozent weiterhin in der Minderheit, heißt es in der Studie. Das große Problem sei der Kreislauf, der sich daraus ergebe: Aufsichtsratsvorsitzende schlagen meist die Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorstand vor. Und dabei sei zu beobachten, dass häufig jüngere Kopien von sich selbst rekrutiert werden – also in der Regel: Männer.

Immerhin in 20 der 160 deutschen Unternehmen liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 40 Prozent oder mehr.

Neben dem Bevorzugen von Kopien des eigenen Selbst bei der Rekrutierung spielen laut AllBright Stiftung noch weitere Faktoren eine Rolle: Headhunter seien Schlüsselpersonen. Oft gingen diese bei der Rekrutierung allerdings den sichereren Weg und schlagen Kandidaten vor, die dem restlichen Gremium am ähnlichsten sind.

„Zielgröße Null“

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