Aggressiver Hedgefonds: Bayer droht Ärger mit Großinvestor

Bayer

US-Milliardär Paul Singer hat mit seinen Hedgefonds bereits etlichen Firmen zugesetzt – jetzt legt er seine Beteiligung bei Bayer offen. Noch gibt er sich kooperativ, doch das könnte sich ändern.

Der für seine aggressive Einmischung bekannte Hedgefonds-Investor Elliott aus dem Imperium des US-Milliardärs Paul Singer hat seinen Einstieg beim Dax-Unternehmen Bayer öffentlich gemacht. Elliott sei mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro am Leverkusener Agrar- und Chemiekonzern beteiligt, teilte der Hedgefonds am Mittwochabend mit. Angesichts eines Börsenwerts von zuletzt rund 54 Milliarden Euro fällt dies zwar nicht sonderlich ins Gewicht, doch Elliotts Einfluss sollte nicht unterschätzt werden.

Singer ist bekannt dafür, mit aggressiven Methoden seinen Willen durchzusetzen. Seine Fonds sind berüchtigt wegen Spekulationen gegen angeschlagene Firmen und Staaten. Ob bei der Absetzung des früheren Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld beim US-Konzern Arconic oder bei gerichtlichen Auseinandersetzungen um Anleihen von Krisenländern wie Griechenland oder Argentinien – Singer mischte in den vergangenen Jahren öfters mit rabiaten Mitteln mit. Allerdings zetteln seine Fonds längst nicht überall, wo sie einsteigen, Aktionärsrevolten und Prozesse an.

Bei Bayer zeigt sich der Hedgefonds zunächst von seiner freundlichen Seite und begrüßte die jüngsten Schritte zur Bewältigung der US-Klagewelle gegen Unkrautvernichter mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat. Elliott sei zuversichtlich, dass die Bildung eines Sonderausschusses der richtige Weg sei, die Probleme zu lösen. Bayer hat schon drei Gerichtsverfahren verloren, in denen es um angebliche Krebsgefahr von Glyphosat-Produkten der US-Tochter Monsanto geht. Der Konzern ist mit rund 13.400 weiteren Klägern konfrontiert.

Forderung nach einer Aufspaltung

Im letzten Teil von Elliotts Statement verbirgt sich allerdings auch eine Formulierung, die durchaus Brisanz enthalten könnte.

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