Zwei Frauen führen Großbritanniens erfolgreichstes KI-Start-up

Cyber Security

Darktrace ist eines der am schnellsten wachsenden Einhörner Großbritanniens. Der Spezialist für Cybersecurity profitierte von einzigartigen Bedingungen.

Ihre Lust auf Start-ups bekam Poppy Gustafsson beim Risikokapitalgeber Amadeus Capital Partners. „Ich war nur die Buchhalterin, aber da gab es diesen wunderbaren Angel Investor“, erzählt sie. „Es war ein solches Privileg, diese Leute reinkommen zu sehen, so ein Typ mit einem Hund, der sagte, ich habe eine großartige Idee und will sie umsetzen. Es war total ansteckend: Ich dachte mir, du willst von Leuten mit solcher Leidenschaft umgeben sein.“

Heute ist die Mittdreißigerin eine von zwei CEOs der britischen Tech-Firma Darktrace. Zusammen mit der Amerikanerin Nicole Eagan bildet die Britin eine weibliche Doppelspitze – was in dem Sektor höchst ungewöhnlich ist.

Das Start-up, das eine marktführende Software für Cybersecurity entwickelt hat, ist eines der am schnellsten wachsenden Einhörner Großbritanniens. Mit einer Bewertung von aktuell 1,65 Milliarden Dollar hat das Unternehmen die Einhorn-Schwelle von einer Milliarde Dollar bereits locker überschritten.

In den zwölf Monaten bis Ende Juni 2018 hat sich der Umsatz von Darktrace auf 59,5 Millionen Pfund fast verdoppelt. Allerdings stieg auch der Verlust auf 38,6 Millionen Pfund, vor allem wegen steigender Personalkosten. Die Firma hat inzwischen rund tausend Mitarbeiter an Standorten in London, Cambridge, San Francisco, Singapur und neuerdings auch München.

Nach den USA und China hat Großbritannien weltweit die meisten Einhörner hervorgebracht. Laut einer Studie des Datenanbieters Dealroom haben 60 britische Start-ups seit dem Jahr 2012 eine Bewertung von mindestens einer Milliarde Dollar erreicht. Viele sind seither in größeren Konzernen aufgegangen.

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