Thiele

Top vs. Flop: Heinz-Hermann Thiele – Querdenker oder Quertreiber?

Der Schlagabtausch zwischen Lufthansa-Großaktionär Thiele, Management und Bundesregierung zeigt: Wir brauchen mehr Unternehmergeist in den Konzernen.   Heinz-Hermann Thiele ist ein Wandler zwischen zwei Welten: Auf der einen Seite ist der Eigentümer von KnorrBremse ein waschechter mittelständischer Unternehmer mit Patriarchen-Habitus. Auf der anderen Seite bewegt sich der 79-Jährige mit Geschick im Habitat der Top-Manager, Investmentbanker und M&A-Anwälte, wie er zuletzt mit der Austockung seines Lufthansa-Anteils bewies. (Familien-)Unternehmergeist vs. Konzern-Kultur: Da …

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Börse

Top vs. Flop: Saori Dubourg, Donald Trump und die Börse

Die Aktienmärkte haben sich in der Corona-Krise weit von der Realität entfernt – gerade in den USA. Das unterstreicht: Kurse und Indizes sind schlechte Indikatoren, um Volkswirtschaften und Unternehmen zu beurteilen. Können wir das ändern?     Wenn an der Börse die Zukunft gehandelt wird, ist die Corona-Pandemie bald ausgestanden. Die großen Indizes notierten im Lauf der Woche fast wieder auf Vorkrisen-Niveau – selbst in den USA, wo das Virus …

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Hasso Plattner

Top vs. Flop: Hasso Plattner & Jennifer Morgan

Was ist wichtiger – schnelles Wachstum oder die Kundenzufriedenheit? Der SAP-Aufsichtsratschef hat im Walldorfer „Clash of Cultures“ eine überzeugende Antwort gegeben. Was einige als „Abrechnung“ mit dem ehemaligen Vorstandschef Bill McDermott abtaten, war sehr viel mehr: In einem Handelsblatt-Interview hat SAP-Gründer Hasso Plattner letzte Woche tiefe Einblicke in die Unternehmenskultur gewährt – und zugleich den wahren Grund für den Abgang von Jennifer Morgan verraten. Selten zuvor hat ein Aufsichtsratschef derart …

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Diversity

Top vs. Flop: Ertharin Cousin & Sigmar Gabriel

Die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) hat vor einiger Zeit ein eigenes Diversity-Ranking der Dax-Aufsichtsräte vorgestellt. Dahinter stand die Idee, dass Vielfalt weitaus mehr ist als die Frauenquote: Es geht um unterschiedliche Denkmuster, Perspektiven und Netzwerke. Deshalb gehörte zu den Kriterien des Rankings die Vielfalt der nachweisbaren Beziehungen: In welchen Gremien dominieren Aufsichtsräte, die nur in klassischen Machtzirkeln vernetzt sind und im eigenen Saft schmoren? Und wo sitzen Experten, …

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Top vs. Flop: Günther Fielmann und Kasper Rorsted

Für Kasper Rorsted geht eine weitere schwierige Woche zu Ende. Der Adidas-Chef musste vor wenigen Tagen schlechte Zahlen fürs erste Quartal verkünden – und die Aktionäre auf ein noch schlechteres Ergebnis im laufenden Quartal einstimmen. Keine Frage: Kaum ein anderer Manager ist in der Corona-Krise derart ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Nachdem Adidas trotz prall gefüllter Kassen angekündigt hatte, Mietzahlungen auszusetzen, brach sogar ein wahrer Shitstorm über den Dänen herein …

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Martin Viessmann

Martin Viessmann: Familienunternehmer holt Top-Aufsichtsräte

Der traditionsreiche hessische Heizungsbauer Viessmann hat eine Holding mit einem prominent besetzten „Board of Directors“ ins Leben gerufen. Darin sind neben dem langjährigen Unternehmenschef Martin Viessmann (69) und seiner Tochter Katharina drei externe Experten vertreten: Madeleine Jahr vom Investmentbanking- und Beratungshaus GCA Altium, Flick-Gocke-Schaumburg-Partner Thomas Rödder sowie Oetker-Chef Albert Christmann fungieren als „Non-Executives“. „Mit der Family Holding haben wir beste Voraussetzungen geschaffen, den Erfolg des Unternehmens auch in der Zukunft …

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Handelskonzern Metro

Jürgen Steinemann: Klares Signal gegen Kollektivierungsphantasien

„Was war in Jürgen Steinemann gefahren? Was hat er davon?“, fragte die Süddeutsche Zeitung provokativ – und kritisierte den Metro-Aufsichtsratschef harsch: Sein Verhalten widerspreche „dem Geist der Mitbestimmung“. Das Doppelstimmrecht zu nutzen, um den Verkauf der Warenhauskette Real gegen den Willen der Arbeitnehmer durchzusetzen, werfe grundlegende Corporate-Governance-Fragen auf. Mit Verlaub: Jürgen Steinemann hat von einer Option Gebrauch gemacht, die der Gesetzgeber den Gremienvorsitzenden aus guten Gründen einräumt. Denn Blockaden im …

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Quartalsberichte

Börse & Quartalsberichte: Oliver Bäte auf Wiedekings Spuren

Wir könnten viel Kritisches über Wendelin Wiedeking schreiben, aber in einer Sache lag er goldrichtig: Der langjährige Porsche-Chef hat sich beharrlich dagegen gewehrt, dass Unternehmen an der Börse Quartalsberichte veröffentlichen müssen. „In die kurzatmige Betrachtung, die sich an Quartalszielen orientiert, wollen wir erst gar nicht hineinkommen“, sagte Wiedeking einst dem Spiegel. Fast 20 Jahre später wandelt Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte auf Wiedekings Spuren, wenn auch konzilianter in Duktus und Auftreten: Wir …

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Stefan Oschmann

Stefan Oschmann: Familienunternehmer-Geist im Großkonzern

Der traditionsreiche Darmstädter Pharma-Konzern Merck hat eine ganz besondere Struktur: Die „Mitglieder der Geschäftsleitung“ um CEO Stefan Oschmann sind zugleich persönlich haftende Gesellschafter. Im Ernstfall „ist als Erstes mein privates Geld weg“, sagte Oschmann jüngst in einem Interview. „Ich hafte voll.“ Und auch darüber hinaus sind die Top-Manager der Merck KGaA echten Unternehmern nahezu gleichgestellt – vor allem bei der langfristig orientierten Vergütung: In Darmstadt sitzen keine boni-fixierten Angestellten am …

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Herbert Diess

VW-Chef Herbert Diess: Kulturwandel durch neue Boni?

Das Problem bei vielen Vergütungssystemen ist, dass Manager zwar große Chancen auf üppige Boni haben, aber kaum Risiken tragen. Unternehmerisches Denken wird auf diese Weise nicht gefördert – im Gegenteil: Die Systematik schafft Anreize, Umsätze und/oder Gewinne kurzfristig in die Höhe zu treiben, was häufig zulasten langfristiger Entwicklungschancen geht (Stichwort Reputation). Deshalb ist es aus unserer Sicht eine folgerichtige Reaktion auf den Diesel-Skandal, dass der VW-Vorstand um Herbert Diess (der …

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Börse

Appell an Weimer & Jetter: Macht die Börse zu einem besseren Ort

Ulrich Seibert vom Bundesjustizministerium hat auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (DART) im November auf den Delisting-Trend hingewiesen: Immer mehr Unternehmen verabschieden sich von der Börse. Und das liegt nicht nur daran, dass Private-Equity-Investoren in Geld schwimmen und Firmen aufkaufen. Eine weitere wesentliche Ursache ist der Druck ungeduldiger Investoren, der aus unserer Sicht brandgefährlich ist: Immer wieder müssen börsennotierte Unternehmen Zukunftsinvestitionen zugunsten von Ausschüttungen oder Aktienrückkäufen zurückstellen. Die entscheidende Frage lautet deshalb: …

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