Röchling

Familienunternehmen: Das Erfolgsgeheimnis der Röchlings

Die Röchlings gehören zu den großen, traditionsreichen Unternehmerfamilien der Republik. Ihr Mannheimer Unternehmen, das im Jahr 1822 gegründet wurde, zählt heute zu den führenden Kunststoffverarbeitern und erzielt mit fast 10.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Doch „Geschichte und Tradition taugen allein nicht als Geschäftsmodell“, sagte Familienoberhaupt und Beiratschef Johannes von Salmuth jüngst dem Handelsblatt. Das Unternehmen habe sich deshalb immer wieder neu erfunden – zuletzt vor 15 …

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Friedrich Merz

BlackRock: Gierige Heuschrecke oder nachhaltiger Investor?

Kaum wird der frühere VARD-Vorstand Friedrich Merz als neuer CDU-Chef gehandelt, gerät sein derzeitiger Arbeitgeber ins Visier der Kritik: Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock sei eine „Heuschrecke“ und unter anderem für räuberische Cum-Ex-Deals und unsoziale Vonovia-Mieterhöhungen mitverantwortlich, schallt es aus den sozialen Medien. Wir wollen uns hier nicht auf parteipolitisches Parkett wagen und beleuchten, ob Merz für die CDU eine gute Wahl wäre. Aber wir möchten darauf hinweisen: Wer BlackRock als …

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Football Leaks

Football Leaks: Warum Bundesliga-Aufsichtsräte auf Compliance drängen

Seit den „Football Leaks“ wissen wir, was wir schon lange ahnten: Im Profi-Fußball versuchen etliche Protagonisten, den Fiskus auszutricksen – und gehen dabei bisweilen über die Grenze des Erlaubten. Das kann auch für Deutschlands Bundesliga-Clubs zum Problem werden; schlimmstenfalls könnten sie für Steuerausfälle haften – zum Beispiel, wenn Stars oder ihre Berater Geschäfte über dubiose Offshore-Firmen abwickeln. Und wie wir hören, warnen vor diesem Risiko derzeit insbesondere Fußball-Aufsichtsräte aus der …

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Christian Sewing

Vorstandsvorsitzende: Ein Loblied auf die Langweiler

Die „Welt“ hat Anfang Oktober das „Ende der kantigen Typen“ an den Konzernspitzen ausgerufen. Stattdessen übernähmen „unauffällige“ Typen, die „nicht anecken“, Deutschlands CEO-Posten. Als Beispiele nennen die Autoren Ola Källenius (Daimler), Stephan Sturm (Fresenius), Martin Zielke (Commerzbank) und Christian Sewing (Deutsche Bank) – und konstatieren: „Einheitsbrei statt United Artists, angepasst und glatt geschmirgelt“. Wir können gut verstehen, dass sich Journalisten extrovertiertere Typen in den Chefetagen wünschen. Das verspricht schließlich Schlagzeilen. …

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Managergehälter

Managergehälter: Wer das beste Salär einstreicht

Wir haben es vor einigen Monaten bereits thematisiert: Während Deutschlands Vorstandschefs Teamgeist predigen, werden viele von ihnen bezahlt, als hänge das Wohl des Unternehmens in allererster Linie von ihnen alleine ab. Und inzwischen belegen immer mehr Studien, das hohe Gehaltsunterschiede das Klima vergiften können. „Die wachsende Ungleichheit kann demotivierend auf die gesamte Belegschaft wirken und dem gesamten Unternehmen schaden“, sagte der BWL-Professor Joachim Schwalbach jüngst der WirtschaftsWoche. So untermauerte gerade …

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Alexander Birken

Unternehmenskultur: Wie Otto-Chef Alexander Birken Talente lockt

Da prallten offenbar Welten aufeinander: Alexander Birken (54), der Chef der Otto Group, berichtete letzte Woche in der „ZEIT“ von einem Zusammentreffen mit Andrew McAffee. Der US-Bestseller-Autor sei „fest davon überzeugt“ gewesen, so Birken, dass Unternehmen keine über das Geschäft hinausgehende gesellschaftliche Verantwortung haben“ – ganz in der Tradition Milton Friedmans, dem Urvater des Shareholder-Value-Konzepts („The business of business is business“). Das habe ihn „sehr betroffen gemacht“, sagte der Otto-Chef. …

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Martin Brudermüller

BASF-Chef Brudermüller: In der Höhle der grünen Löwen

Chemiekonzerne und die Grünen – das schien lange Zeit nicht zusammenzupassen. Doch jüngst hat uns die Nachricht überrascht, dass BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller in den neuen Wirtschaftsbeirat der Grünen einzieht, der sich Mitte Oktober konstituieren wird. Das BASF-Management führe eine „offene Diskussion mit allen Gruppen, die an einem Dialog und einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung interessiert sind“, hieß es dazu aus dem Unternehmen. Neben Brudermüller ist auch Roche-Vorstand Hagen Pfundner mit von der …

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Rolf Buch

Vonovia-Chef Rolf Buch: Im Dienst von Aktionären UND Mietern?

Das dürfte mancher Investor nicht gerne hören: Auf die Frage, wem er sich mehr verpflichtet fühle (den Mietern oder den Aktionären), antwortete Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch im Spiegel-Interview: „Beiden. Wir müssen einen Ausgleich finden, das ist unser Job.“ Ausgerechnet der Mann, den manche für das Paradebeispiel eines renditefixierten Immobilien-Kapitalisten halten, geriert sich damit als Gegner des Shareholder-Value-Konzepts – und als Verfechter der deutschen Corporate-Governance-Kultur. Ist das glaubwürdig? Oder spricht da der …

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DFL-Aufsichtsrat

Fußball-Bundesliga: Wer wird der neue DFL-Aufsichtsratschef?

Erstaunlich gute Nachrichten aus dem deutschen Profi-Fußball: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) – ein Zusammenschluss der Erst- und Zweitligisten – will ihren Aufsichtsrat stärken. Wie der „kicker“ berichtet, sollen die 36 DFL-Mitglieder im kommenden Jahr „einen Aufsichtsratsvorsitzenden wählen“, der den Präsidenten als „obersten Repräsentanten“ ablöst. Zudem soll das Kontrollgremium von sechs auf neun Mitglieder erweitert werden. Das Präsidium um Reinhard Rauball (71), der bislang in Personalunion als Aufsichtsratschef fungiert, wird …

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Personal Governance

Personal Governance: DWS definiert den unabhängigen Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat, heißt es in den Berufsgrundsätzen der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) unter dem Stichwort „Unabhängigkeit“, soll sein Mandat „selbstbestimmt und frei von Einflüssen Dritter“ ausüben. Aber wann genau sind Aufsichtsräte „unabhängig“? Das haben nun Corporate-Governance-Experte Hendrik Schmidt (DWS) und Julia Redenius-Hövermann (Frankfurt School of Finance) beleuchtet. In ihrer lesenswerten Analyse vertreten sie die Aufassung, dass Aufsichtsräte, die mehr als zehn Prozent des Aktienkapitals vertreten, in aller Regel …

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Kasper Rorsted

Bäte, Ploss, Rorsted & der Nationalismus: Verstärkung für Joe Kaeser

Nachdenkliche Töne von Kasper Rorsted: In einem Interview mit der ZEIT antwortete der Adidas-Chef auf die Frage, ob er Siemens-Chef Joe Kaeser unterstütze, wenn dieser „vor aufkommenden Nationalismus und Rassismus in Deutschland“ warne: Vor Chemnitz „hätte ich gesagt: Nein. Vielleicht muss ich das jetzt überdenken.“ Andere Top-Manager haben dies bereits getan und in den letzten Tagen klar Stellung bezogen. Derzeit wüchsen „bei Vielen Hass, Neid und der Ruf nach Abschottung“, …

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Christian Berner

Familienunternehmen Berner: Junger Nachfolger auf Crash-Kurs?

Man stelle sich vor: Ein gerade mal 31-jähriger Nachfolger verlegt die Zentrale eines baden-württembergischen Traditionsunternehmens  nach Köln. Er streicht den Vertrieblern einen Großteil ihrer Provisionen, macht zehn Tochterfirmen dicht und lässt auch sonst kaum einen Stein auf dem anderen. Ein beratungsresistenter Egomane, der das Lebenswerk seines Vaters gegen die Wand fährt? Nein, die Entscheidungen von Christian Berner, Vorstandschef des Schrauben- und Chemiehändlers Berner SE (1 Mrd. Umsatz, 8500 Mitarbeiter), haben …

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