Norbert Winkeljohann

Aufsichtsräte: Das Jahr beginnt mit spannenden Personalien

Zu Jahresbeginn haben zahlreiche neue Aufsichtsratschefs ihren Dienst angetreten. Und bei der Diskussion über die Personalien ist uns aufgefallen: Auch Unternehmen aus der zweiten Reihe setzen auf hochkarätige Chefkontrolleure. So hat das Osnabrücker Baustoff-Unternehmen Sievert AG (1700 Mitarbeiter, 400 Millionen Euro Jahresumsatz) den früheren PwC-Vorstandssprecher und Multi-Aufsichtsrat Nobert Winkeljohann (62) zum Nachfolger von Hans-Wolf Sievert berufen. Der Familienunternehmer bleibe dem Aufsichtsrat aber als „Ehrenvorsitzender“ erhalten, hieß es. Frischer Wind für …

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Reformjahr

Karl-Ludwig Kley & der Kodex: Klare Ansage fürs Reformjahr 2019

Die Tage vor Weihnachten sind kein optimaler Zeitpunkt für wichtige Botschaften. Denn viele Adressaten stecken im Jahresendstress – sei es aus beruflichen Gründen oder weil sie noch schnell Geschenke besorgen müssen. Einigen von Ihnen ist deshalb womöglich das Interview mit Karl-Ludwig Kley entgangen, das kurz vor Weihnachten im „Handelsblatt“ erschien. Das wäre schade, denn der Aufsichtsratschef von Lufthansa und Eon hatte was zu sagen: Der deutsche Corporate Governance Kodex habe …

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Familienunternehmer

Familienunternehmer: Unsere fünf Governance-Antreiber des Jahres

Wenn es um gute Unternehmensführung geht, haben Familienunternehmer einen Wettbewerbsvorteil – langfristiges Denken liegt ihnen schließlich im Blut. Zuletzt haben einige von ihnen zudem eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch schnell sein können: Sie haben kurzfristig auf neue Herausforderungen reagiert und auf diese Weise dafür gesorgt, dass ihre Unternehmen fit fürs digitale Zeitalter werden. Zu unseren Antreiber des Jahres gehören deshalb zum Beispiel Martin Viessmann und Albert Berner, die ihren Söhne …

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Voith

Siegfried Russwurm: Wo Digitalisierung jetzt Chefsache ist

Nach den personellen Turbulenzen vor wenigen Wochen hatten wir Siegfried Russwurm (55) zum „Hoffnungsträger“ im Voith-Aufsichtsrat gekürt. Nun wurde bekannt, dass der ehemalige Siemens-Vorstand zum Chef des Gremiums aufsteigt und damit Hans-Peter Keitel (71) ablöst, der altersbedingt ausscheidet. Das traditionsreiche Heidenheimer Familienunternehmen macht also, was anderswo oft nur ein Schlagwort ist – die Digitalisierung zur Chefsache, sogar im Aufsichtsrat. Denn Russwurm, Honorarprofessor für Mechatronik an der Uni Erlangen, gehört zweifellos …

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Otto

Michael Otto: Vom „Amt für Versandhandel“ zum agilen Konzern

Die Zeit des Aufsichtsrats als reines Kontrollgremium ist vorbei, sagte Martin Spilker vom Kompetenzzentrum Führung und Unternehmenskultur der Bertelsmann-Stiftung auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (DART). Denn Themen wie Ethik und Kultur würden immer stärker in den Vordergrund rücken. Wir stimmen diesem Befund ausdrücklich zu: Aufsichtsräte müssen mehr denn je zu Hütern der Unternehmenswerte und vielerorts zudem zu Treibern eines Kulturwandels werden – zumal reine Kontrollaufgaben ohnehin zu einer Domäne der Künstlichen …

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Michael Hilti

Michael Hilti: Corporate Governance made in Liechtenstein

Auf dem Deutschen Aufsichtsratstag am vergangenen Freitag (#dart14) gewährte Michael Hilti, Ehrenpräsident des gleichnamigen Liechtensteiner Werkzeugherstellers, spannende Einblicke in sein Corporate-Governance-System. Und obwohl das Unternehmen (27.000 Mitarbeiter / 5,1 Mrd. Franken Jahresumsatz) gleich mehrfach gegen den detaillierten deutschen Kodex verstoßen dürfte, vor allem wenn es um Transparenz geht, kann man unseres Erachtens keineswegs von „Bad Governance“ sprechen – im Gegenteil: Gründersohn Hilti hat eine ausgefeilte Systematik mit Checks and Balances …

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Stiftung

Deutscher Aufsichtsratstag: Was macht gute Stiftungsaufsichtsräte aus?

Mancher Stifter würde sich im Grabe umdrehen: Immer wieder gibt es nach Jahren oder Jahrzehnten heftige Konflikte um Satzung oder Unternehmensstrategie; zuletzt sorgten zum Beispiel Aldi Nord, ZF Friedrichshafen und ThyssenKrupp wegen Stiftungsstreitigkeiten für Schlagzeilen. In der Tat müssen Stifter einen schwierigen Spagat schaffen, indem sie einerseits klare Vorgaben machen – ihren Nachfolger aber andererseits genug Spielraum lassen, damit Unternehmen auf neue Entwicklungen reagieren und die eigene Transformation vorantreiben können. …

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Friedrich Merz

Friedrich Merz: Was die Politik von Aufsichtsräten lernen kann

Donald Trump demonstriert jeden Tag aufs Neue, dass Manager nicht unbedingt die besseren Politiker sind – vor allem, wenn sie eine Basta-Mentalität pflegen und deshalb spalten statt zu vereinen. Aber was ist mit professionellen Aufsichtsräten? Im Gespräch mit der ZEIT sagte Friedrich Merz in der vergangenen Woche, in der Wirtschaft habe er gelernt, „Nachfolger aufzubauen und heranzuführen“. Tatsächlich wird kaum jemand bezweifeln, dass es in der Politik an einer adäquaten …

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Röchling

Familienunternehmen: Das Erfolgsgeheimnis der Röchlings

Die Röchlings gehören zu den großen, traditionsreichen Unternehmerfamilien der Republik. Ihr Mannheimer Unternehmen, das im Jahr 1822 gegründet wurde, zählt heute zu den führenden Kunststoffverarbeitern und erzielt mit fast 10.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Doch „Geschichte und Tradition taugen allein nicht als Geschäftsmodell“, sagte Familienoberhaupt und Beiratschef Johannes von Salmuth jüngst dem Handelsblatt. Das Unternehmen habe sich deshalb immer wieder neu erfunden – zuletzt vor 15 …

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Friedrich Merz

BlackRock: Gierige Heuschrecke oder nachhaltiger Investor?

Kaum wird der frühere VARD-Vorstand Friedrich Merz als neuer CDU-Chef gehandelt, gerät sein derzeitiger Arbeitgeber ins Visier der Kritik: Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock sei eine „Heuschrecke“ und unter anderem für räuberische Cum-Ex-Deals und unsoziale Vonovia-Mieterhöhungen mitverantwortlich, schallt es aus den sozialen Medien. Wir wollen uns hier nicht auf parteipolitisches Parkett wagen und beleuchten, ob Merz für die CDU eine gute Wahl wäre. Aber wir möchten darauf hinweisen: Wer BlackRock als …

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Football Leaks

Football Leaks: Warum Bundesliga-Aufsichtsräte auf Compliance drängen

Seit den „Football Leaks“ wissen wir, was wir schon lange ahnten: Im Profi-Fußball versuchen etliche Protagonisten, den Fiskus auszutricksen – und gehen dabei bisweilen über die Grenze des Erlaubten. Das kann auch für Deutschlands Bundesliga-Clubs zum Problem werden; schlimmstenfalls könnten sie für Steuerausfälle haften – zum Beispiel, wenn Stars oder ihre Berater Geschäfte über dubiose Offshore-Firmen abwickeln. Und wie wir hören, warnen vor diesem Risiko derzeit insbesondere Fußball-Aufsichtsräte aus der …

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Christian Sewing

Vorstandsvorsitzende: Ein Loblied auf die Langweiler

Die „Welt“ hat Anfang Oktober das „Ende der kantigen Typen“ an den Konzernspitzen ausgerufen. Stattdessen übernähmen „unauffällige“ Typen, die „nicht anecken“, Deutschlands CEO-Posten. Als Beispiele nennen die Autoren Ola Källenius (Daimler), Stephan Sturm (Fresenius), Martin Zielke (Commerzbank) und Christian Sewing (Deutsche Bank) – und konstatieren: „Einheitsbrei statt United Artists, angepasst und glatt geschmirgelt“. Wir können gut verstehen, dass sich Journalisten extrovertiertere Typen in den Chefetagen wünschen. Das verspricht schließlich Schlagzeilen. …

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