Was „gute“ Unternehmensführung ausmacht, müssen Unternehmer selbst entscheiden (dürfen)

„Corporate Governance“ – Was modern klingt, ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Denn es geht im Kern um die ‚Grundsätze der Unternehmensführung‘.

Lassen Sie mich zunächst etwas ausholen: Um Unternehmen führen zu können, hat der Gesetzgeber einen bunten Strauß von Rechtsformen geschaffen und Regeln festgelegt, aus denen hervorgeht, wer, wie, was, wann mit wem tun darf, soll oder muss.

Zu ‚Corporate Governance‘ werden diese Regeln erst, wenn ein Unternehmer eine Rechtsform auswählt und beginnt, im gesetzten Rahmen seine Geschäfte zu betreiben – und zwar auf Basis einer Unternehmensverfassung, der sogenannten Satzung, die die Organe des Unternehmens und die wesentlichen Regeln für die Entscheidungs- und Überwachungsprozesse festlegt.

Aber ein kleiner Bäcker wird sein Unternehmen anders führen als eine Großbäckerei mit 500 Mitarbeitern oder ein Nahrungsmittelkonzern mit Tausenden Mitarbeitern. Und da es kaum ein Unternehmen gibt, das 1:1 mit einem anderen vergleichbar ist, gibt es auch fast unendlich viele Varianten von Unternehmensverfassungen: Je nach Markt, Branche, Größe, Anteilseignern, Internationalität und Umfang der Mitbestimmung unterscheiden sie sich tiefgreifend.

Zudem wandeln sich die Grundsätze der Unternehmensführung stetig – nicht erst seit der digitalen Transformation.

Kodex-Kommission steckt Unternehmen in die Zwangsjacke

Lassen wir uns also nichts vormachen: Es gibt nicht DIE Corporate Governance. Jedes Unternehmen in Deutschland hat…

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