Kodex: Die Konsultationsfrist endet – und etwas Neues beginnt

DCGK

Am 31. Januar, also am Donnerstag kommender Woche, endet die Konsultationsfrist zum Neu-Entwurf für den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) wird ebenfalls Stellung nehmen – aber nicht nur zu Änderungen, sondern auch zu grundsätzlichen Fragen.

Denn wie ich an dieser Stelle bereits betont habe: Wir sind überzeugt, dass unsere Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Deutschland einen Paradigmenwechsel in Sachen Corporate Governance brauchen. Ein Kodex muss Hilfe zur Selbsthilfe sein – und keine Gängelei auf Basis einer völlig verfehlten „one-size-fits-all“-Philosophie, die der Vielfalt unserer Wirtschaft nicht gerecht wird und einen formalistischen Habitus fördert.

Und wer weiß – womöglich zeigt die Regierungskommission um Professor Nonnenmacher nach unserer Stellungnahme doch noch echte Diskussionsbereitschaft?

Plötzlich sollte alles ganz schnell gehen

Allerdings gibt der bisherige Reformprozess wenig Anlass zur Hoffnung: Nachdem die Kommission monatelang überwiegend im stillen Kämmerlein vor sich hin gewerkelt hat, sollte nach der Veröffentlichung des Entwurfs plötzlich alles ganz schnell gehen: Nicht mal einen Monat später fand bereits eine „Dialogveranstaltung“ statt, und große Teile der Konsultationsfrist entfielen auf die (Vor-)Weihnachtszeit sowie den Jahreswechsel.

Wer so aufs Tempo drückt, ist offenbar nicht sonderlich daran interessiert, dass Interessierte Zeit für Reflexion, Diskussion und Meinungsbildung haben. Die künstliche Eile hat deshalb…

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