Während wir noch in altbewährten Strukturen denken, wird auf internationaler Ebene immer intensiver über disruptive Corporate-Governance-Modelle diskutiert. Höchste Zeit, in die Debatte einzusteigen – zum Beispiel auf dem DART.

Kodex

Über die Kompetenzen von Aufsichtsräten wird immer wieder geredet – und in letzter Zeit, so scheint es mir, besonders häufig. Zahlreiche Experten (insbesondere solche, die selber noch nie in einem Aufsichtsrat gearbeitet haben) geben gute Ratschläge. Es werden Matrix-Tabellen propagiert und Unternehmen sollen ‚transparent’ (=öffentlich) machen, wie der ‚Mix’ des Aufsichtsrats aussieht.

Ist das womöglich das nächste Spielfeld für die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex? Brauchen wir auch hier einheitliche Vorgaben („one-size-fits-all“). Nein.

Die Debatte über die aktuelle Kodex-Reform hat ohnehin gezeigt, dass wir es uns in der alten Unternehmenswelt gemütlich gemacht haben und zu kurz denken.  Jenseits des Teichs und fernab vom White House werden dagegen schon ganz andere Corporate Governance Modelle diskutiert. Hier haben führende Experten  längst erkannt, dass uns Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zum Umdenken zwingen (werden).

Überwachung durch externe Dienstleister?

Auf einem Symposium der American Bar Association wurde kürzlich die von zwei Professoren entwickelte These diskutiert, ob spezialisierte, technisch hochgerüstete externe Dienstleister („Board Service Providers“) die Funktion ‚Überwachung‘ im Board übernehmen können. These und Antithese standen  sich dabei kraftvoll gegenüber (die Überschriften der einzelnen Beiträge des Symposiums sprechen für sich).

Die Synthese ist noch nicht abschließend ausdiskutiert, dafür ist es auch noch zu früh. Aber eines wurde auf der Veranstaltung mehr als klar…

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