Im August haben amerikanische CEOs einen innovativen Governance-Kodex präsentiert. Das sollte Ansporn sein für eine mutige Initiative in Deutschland.

Editorial

Liebe Leser der GermanBoardNews,

schön war die Ferienzeit! Und vielleicht hat die eine oder der andere von Ihnen ja tatsächlich richtig abgeschaltet und sich dem Nachrichtenstrom entzogen. Haben Sie etwas verpasst? Wohl kaum. Aber warten Sie, doch!

In den USA wurde im August 2019 das „shareholder value“-Konzept abgeschafft. Wir erinnern uns an die 1960-er Jahre und an den Nobelpreisträger Milton Friedman, der propagierte: Die einzige soziale Verantwortung eines Unternehmens sei, seine Profite zu steigern. Das sieht der einflussreiche Washingtoner ‚Business Roundtable‚ – nach jahrelanger Vorarbeit – jetzt anders und definiert den ‚Zweck eines Unternehmens‘ neu.

300 Wörter für einen Governance-Kodex

181 CEOs unterzeichneten dazu eine Selbstverpflichtung, in der es unter anderem heißt: „Each of our stakeholders is essential. We commit to deliver value to all of them, for the future success of our companies, our communities and our country.“.
Das gerade mal 300 Wörter lange Dokument ist sehr lesenswert; man könnte es auch als innovativen Corporate-Governance-Kodex auf einer DIN A4-Seite sehen – zumal es in den USA keinen allgemeinverbindlichen, one-size-fits-all-Kodex gibt.

Auf #FutureGoodGovernance weiterlesen….