Aufsichtsratschefs: Wer sind die Lieblinge der Medien?

Aufsichtsratschef

Die glücklichsten Aufsichtsratsvorsitzenden der Republik sind: Igor Landau (Adidas), Richard Pott (Covestro), Manfred Bischoff (Daimler), Dieter Schenk (Fresenius), Fritz-Jürgen Heckmann (Heidelberg Cement) und Wolfgang Büchele (Merck). Denn das Sextett erhielt zuletzt keinerlei mediale Aufmerksamkeit – zumindest, wenn es um Beiträge in „Leitmedien“ geht. Dort tauchte ihr Name laut einer aktuellen Analyse des PR Magazin im ersten Halbjahr kein einziges Mal auf. Und das ist in der Tat ein Grund, glücklich zu sein.

Chefkontrolleure werden kritisiert – oder ignoriert

Denn die Analyse zeigt darüber hinaus: Die Leitmedien erwähnen Dax-Aufsichtsratschefs in aller Regel in kritischen Zusammenhängen. Die Arbeit der Aufsichtsräte stehe „sehr häufig und stark in der Kritik“, schreibt das PR-Magazin. „Angelastet werden ihnen Fehlentscheidungen beim Personal, fehlende Strategie, mangelnde Kommunikation und zu viele Ämter.“ Zugespitzt formuliert bedeutet das: Entweder, die Aufsichtsratschefs werden kritisiert – oder ignoriert. Medien-Lieblinge gibt es nicht. Das sollte aber niemanden verleiten, sich beleidigt ins Schneckenhaus zurückzuziehen oder gar ins pauschale Medien-Bashing einzustimmen. Die Devise muss vielmehr lauten: Konstruktive Kritik aufgreifen, Pauschal-Attacken offensiv kontern – zum Beispiel mit Hilfe eines Berufsverbands.