Voith-Gesellschafterausschuss: Woran lag es, Hans-Peter Keitel?

Hans-Peter Keitel

Nach nur sieben Monaten im Amt hat Voith-Chef Stephan Schaller überraschend das Handtuch geworfen – „aus persönlichen Gründen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Laut Handelsblatt gab es allerdings „offensichtlich unterschiedliche Auffassungen“ zwischen dem Ex-Motorradchef von BMW und den Gesellschaftern darüber, „wie ein Familienunternehmen zu führen ist“. Wie dem auch sei: Die Berufung von Schaller, der zuvor fast drei Jahre Mitglied des Gesellschafterausschusses war, hat sich als Fehler erwiesen.

Hoffnungsträger Siegfried Russwurm

Und den muss sich in erster Linie der frühere Hochtief-Chef Hans-Peter Keitel ankreiden lassen, der den Voith-Aufsichtsrat und den Gesellschafterausschuss in Personalunion leitet. Der erste Schritt, um die Scharte auszuwetzen, ist mit der Berufung des Finanzchefs Toralf Haag zum neuen CEO bereits gemacht – und wir hoffen, dass Keitel nun im zweiten Schritt analysiert, ob der für Personalien verantwortliche Gesellschafterausschuss gut genug aufgestellt ist, damit sich Fehler nicht wiederholen. Hoffnung macht uns Ex-Siemens-Vorstand Siegfried Russwurm, der im März berufen wurde und als unabhängiges Mitglied eine wichtige Ergänzung zu den Familienvertretern und Schaller-Vorgänger Hubert Lienhard sein könnte.