DART II: Ist die Hauptversammlung „ein Kostümstück aus alten Zeiten“?

DART

Die Hauptversammlung sei „in einer Sinnkrise“, konstatierte Ulrich Seibert vom Bundesjustizministerium auf dem 15. Deutschen Aufsichtsratstag (DART) – und verglich sie „mit einem Kostümstück aus alten Zeiten“. Wir stimmen zu: Als Instrument zur Information der Aktionäre hat sie im digitalen Zeitalter weitgehend ihre Berechtigung verloren. Aber wo soll die Reise hingehen? In der Debatte auf dem DART kristallisierte sich ein Ziel heraus: Die Hauptversammlung sollte zwar nicht zu einer reinen „Show“ werden, aber zu einer lebendigen Veranstaltung für sämtliche Stakeholder – mit Informationen für Aktionäre, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und NGOs. Und vor allem: mit einem Dialog untereinander.

#FutureGoodGovernance: Vom Aktionärs- zum Stakeholdertreffen

Das wäre nicht nur die logische Konsequenz der Entwicklung von der Shareholder- zur Stakeholder-Value-Philosophie. Zudem könnten Entscheider auf diese Weise das Verständnis der einzelnen Gruppen füreinander und die Identifikation mit dem Unternehmen stärken – und damit auch den Rückhalt für nachhaltige Strategien und einen Interessenausgleich. Im Rahmen der VARD-Initiative #FutureGoodGovernance werden wir uns deshalb in den kommenden Monaten auch mit der Hauptversammlung befassen. Wir freuen uns über Ideen und Impulse, wie sich die Evolution langatmiger Aktionärs- zu lebendigen Stakeholder-Treffen befördern lässt.

One Comment on “DART II: Ist die Hauptversammlung „ein Kostümstück aus alten Zeiten“?”

Keine Kommentare möglich.