Diess, van Bylen, Degenhart: Wer die meisten Aktionäre lockte

Präsenzquote

So groß war das Interesse noch nie: Wie die Finanzierungsberatung Barkow Consulting ermittelt hat, lag die Präsenzquote auf den Hauptversammlungen der 30 Dax-Konzerne in diesem Jahr im Schnitt bei 65,3 Prozent – ein Plus von 2,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und damit ein Rekordwert. Über die höchste Quote durfte sich demnach der neue Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess mit 93,2 Prozent der stimmberechtigten Aktien freuen, gefolgt von Henkel-CEO Hans van Bylen und dem Continental-Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart – natürlich auch dank mächtiger Großaktionäre.

Schlusslicht Deutsche Bank, hoher Rückgang bei Merck

Schlusslicht im Dax-30-Ranking ist laut der Analyse die Deutsche Bank mit 42,6 Prozent. Nur knapp davor landeten Munich Re und Lufthansa. Rückgänge bei der Präsenz verbuchten der Studie zufolge lediglich fünf Unternehmen, darunter Covestro (wohl wegen des kontinuierlichen Ausstiegs der ehemaligen Mutter Bayer) und die Merck KGaA. Das 4,8-Prozent-Minus beim Pharmakonzern sei „für die Corporate Governance allerdings – leider – kein großes Drama“, kritisiert Barkow Consulting. „Denn bei dieser speziellen Rechtsform kommt den Stammaktionären ohnehin kein entscheidendes Mitspracherecht zu, da alle Macht letztlich bei der familiengeführten Komplementärgesellschaft liegt.“