Diversity: Mehr Michaels als Frauen in den Dax-Vorständen

Frauenquote

Eine aktuelle Studie der deutsch-schwedischen AllBright-Stiftung stellt den Dax-Unternehmen ein schlechtes Zeugnis aus. Die Experten haben den Frauenanteil in den Führungsgremien der 30 größten börsennotierten Unternehmen von sechs Ländern verglichen und festgestellt: Die Dax-Konzerne belegen mit 12, 1 Prozent den letzten Platz, während die Frauenquoten in Großbritannien (20,1 Prozent), Schweden (24,1 Prozent) und den USA (24,8 Prozent) deutlich höher ausfallen. Frankreich kommt laut Studie auf 14,5 und Polen auf 15,5 Prozent.

„Unternehmen mit niedrigen Frauenquoten hinken oft hinterher“

„Nur 5 von 30 Dax-Konzernen haben mehr als eine Frau im Vorstand: Siemens, Deutsche Bank, Daimler, SAP und die Allianz“, sagt AllBright-Geschäftsführerin Wiebke Andersen. „Wir haben ausgerechnet, dass es mehr Thomasse und Michaels in deutschen Vorständen gibt als Frauen, das sind sehr homogene Gruppen.“ Frauen in Spitzenpositionen seien, so Andersen, „ein Indikator dafür, wie veränderungsfähig und offen für Neues die Unternehmenskultur insgesamt ist“. Unternehmen mit niedrigen Frauenquoten „hinken oft bei der Digitalisierung hinterher“.