SKW: Ex-Verkehrsminister Ramsauer als Aufsichtsrat abgewählt

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Beim insolventen Münchner Spezialchemiehersteller SKW Stahl-Metallurgie sind vier von bislang sechs Aufsichtsratsmitgliedern abberufen worden. Hintergrund ist ein heftiger Streit über die Sanierung, vor allem zwischen dem Anteilseigner Management Consulting Group (MCGM) aus München und dem Alleinvorstand Kay Michel. Prominentester Abgang ist der ehemalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Zudem verlassen der Solar-Manager und bisherige Vorsitzende Alexander Kirsch, der Finanzexperte Volker Stegmann und Titus Weinheimer den SKW-Aufsichtsrat.

Olaf Marx ist neuer Aufsichtsratschef

Da die Mehrheit der Aktionäre auf der Hauptversammlung eine Verkleinerung des Gremiums auf vier Mitglieder beschlossen hat, mussten lediglich zwei Positionen im Aufsichtsrat neu besetzt werden. Gewählt wurden die Rechtsanwältin Eva Nase sowie Estanislao Urquijo, ein Vertreter des größten SKW-Aktionärs La Muza. Neuer Aufsichtsratschef ist MCGM-Geschäftsführer Olaf Marx. Er ist mit dem seit 2014 amtierenden SKW-Alleinvorstand Michel in gerichtliche Auseinandersetzungen verstrickt.