MLP-Aufsichtsrat: Lautenschläger erreicht „biblisches Alter“ – und hört auf

Manfred Lautenschläger

Manfred Lautenschläger, der Gründer des Finanzdienstleisters MLP,  hat in dieser Woche den Aufsichtsrat verlassen. Bereits vor fast 20 Jahren, zu seinem 60. Geburtstag, war er als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten. Zehn Jahre später hörte er als MLP-Aufsichtsratschef auf, und nun legte er auch sein Mandat als einfaches Aufsichtsratsmitglied nieder. „Ich werde in diesem Jahr 80, das ist auch für einen Aufsichtsrat ein biblisches Alter“, sagte er der Rhein-Neckar-Zeitung zur Begründung.

Sohn Matthias soll Lautenschläger ersetzen

Sein Nachfolger soll Matthias Lautenschläger werden, eines seiner fünf Kinder. Dies sei ein Zeichen für das langfristige Bekenntnis der Familie zum Unternehmen. Der 38-jährige war bereits in den 2015 Aufsichtsrat der größten MLP-Tochter eingezogen, der heutigen MLP Finanzberatung. Seit 2012 ist er Gesellschafter und Geschäftsführer des Basketball-Zweitligisten MLP Academics Heidelberg. Laut Rhein-Neckar-Zeitung hatte der Betriebswirt vor einiger Zeit einige Monate in der MLP-Verwaltung und im Vertrieb verbracht, strebte aber keine Karriere im Unternehmen an. Ein zweiter Sohn von Manfred Lautenschläger, der Blockchain-Experte Maximilian (30), ist vor drei Monaten in die Aufsichtsgremien der Konzernsparten MLP Finanzberatung SE und der MLP Banking AG eingezogen.