WirtschaftsWoche: Elliott trifft ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Lehner

Ulrich Lehner

Hochranginge Vertreter des aktivistischen Hedgefonds Elliott Management von Paul Singer haben für Ende Juni ein Treffen mit ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner vereinbart. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer jüngsten Ausgabe und beruft sich auf „Finanzkreise“. Ziel des Investors sei, einen Keil zwischen Vorstand und Aufsichtsrat zu treiben – und Chefkontrolleur Lehner zu überzeugen, sich von Vorstandschef Heinrich Hiesinger zu trennen.

Elliott sucht „Anhaltspunkte für Pflichtverletzungen“

Elliott hält Hiesingers Strategie für falsch und drängt auf Nachverhandlungen bei der geplanten Stahl-Allianz mit dem indischen Tata-Konzern sowie auf eine höhere Schlagzahl bei der Konsolidierung des Konzerns (unsere Meinung dazu finden Sie hier). Vor wenigen Monaten hatte sich Aufsichtsratschef Lehner hinter Hiesinger gestellt. Doch „das dürfte ihm nun schwerer fallen“, schreibt die WirtschaftsWoche. „Ab sofort wird jeder Schritt von ihm und Hiesinger genau überprüft“, zitiert das Magazin einen Banker. Elliott werde „nicht nur Entscheidungen umgehend kritisieren“, sondern auch „darauf achten, ob sich Anhaltspunkte für Pflichtverletzungen finden lassen“.