Nachfolgeplanung: Kaffeekönig Albert Darboven muss zittern

Arthur Darboven will verhindern, dass sein Vater Albert die Geschicke des Unternehmens in die Hände von Andreas Jacobs legt. Es drohe „ein Bruch mit den Werten des Unternehmens und der Familie, die meine Vettern und ich nicht akzeptieren können und wollen“, sagte er jetzt in einem Interview mit dem Magazin Capital. Die Jacobs-Familie habe sich „schon vor vielen Jahren vom Kaffeegeschäft getrennt“, und Andreas Jacobs arbeite heute als Investor. Die Darbovens hätten dagegen „Kaffee im Blut“. Zudem gebe es „keine Not, eine familienfremde Person an Bord zu holen“, da er selbst 15 Jahre erfolgreich im Unternehmen gearbeitet habe.

Adoptieren statt adaptieren? Die Tücken der Familien-Charta

Er habe deshalb, so Arthur Darboven weiter, Einspruch gegen die Adoption von Andreas Jakobs durch seinen Vater eingelegt: Es handele sich um „eine Adoption aus rein wirtschaftlichen Gründen“. Die Darboven-Unternehmenssatzung schreibt vor, dass die Firma nur von einem Familienmitglied geführt werden darf; auch Patriarch Albert Darboven war einst adoptiert worden. Damals sei die Situation aber eine völlig andere gewesen, argumentiert Arthur Darboven: Sowohl sein Großvater als auch dessen Bruder seien kinderlos gewesen.