Aufsichtsrat der Woche: Grammer

Grammer

Große Herausforderung für den zwölfköpfigen Aufsichtsrat des bayrischen Automobilzulieferers Grammer: Das Gremium muss sämtliche Vorstandsposten neu besetzen, nachdem alle drei Vorstände in dieser Woche angekündigt haben, ihre Ämter niederzulegen – nur wenige Wochen nach der Übernahme durch den chinesischen Investor Ningbo Jifeng, die sie geschlossen befürwortet hatten. „Mit meinem Rücktritt gebe ich Aufsichtsrat und Großaktionär die Möglichkeit, grundsätzliche Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Unternehmens unabhängig von meiner Person zu diskutieren“, sagte CEO Hartmut Müller.

Aufsichtsratschef Klaus Probst mit sieben Mandaten

Damit kommt insbesondere auf den Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Probst (65) viel Arbeit zu. Der ehemalige Leoni-Chef hat allerdings keine Langeweile: Er fungiert auch bei Leoni als Chefkontrolleur und ist in fünf weiteren Aufsichts- bzw. Beiräten vertreten, unter anderem bei der Zapp AG und die Diehl Stiftung. Zur Seite stehen Probst unter anderem die Unternehmer Wolfram Hatz (Hatz Diesel-Motoren) und Ingrid Hunger (Hunger Hydraulik). Die weiteren Anteilseigner-Vertreter im Grammer-Aufsichtsrat sind die Elektrotechnik-Professorin  Birgit Vogel-Heuser, der Rheinmetall-Automotive-Vorstand Peter Merten sowie der Rechtsanwalt Bernhard Wankerl.