Frauenquote: Warum Villeroy & Boch keine Aufsichtsrätin fand

Frauenquote

Wie erst jetzt bekannt wurde, konnte der traditionsreiche Keramik-Hersteller Villeroy & Boch wegen der Frauenquote zu Jahresbeginn einen Posten im Aufsichtsrat nicht besetzen – laut Handelsblatt als erstes deutsches Unternehmen. Der Grund: Die Arbeitnehmer, die fünf der zwölf Aufsichtsräte stellen, hatten nur eine und nicht – wie angestrebt – zwei Frauen gewählt. „Außer einer Frau bekamen nur Männer die entsprechenden Stimmzahlen“, teilte das Unternehmen dem Handelsblatt mit.

Die Vierte im Bunde: Sabine Süpke

Mit lediglich drei Frauen – der BWL-Professorin Annette Köhler, der Ex-Hermès-Managerin Christina Rosenberg und der Betriebsrätin Bärbel Werwie – verstieß der Villeroy-&-Boch-Aufsichtsrat damit gegen die 30-prozentige Frauenquote. Das führte für drei Monate zu einem „leeren Stuhl“, bis im April Sabine Süpke von der IG Bergbau, Chemie, Energie in das Gremium einzog. Als Aufsichtsratschef fungiert seit März 2017 Yves Elsen, geschäftsführender Gesellschafter des Industrie- und Technologieunternehmens HITEC in Luxemburg.