RWE-Chef Rolf Schmitz: Der Druck der Investoren wächst

Rolf Martin Schmitz

Der Energiekonzern RWE will im Oktober beginnen, hundert Hektar Wald im Hambacher Forst zu roden, um dort Kohle abzubauen. Doch im Vorfeld wächst die Kritik – und zwar nicht nur von Umwelt-Aktivisten, sondern auch von Investoren, die auf breiter Front einen schnelleren Abschied des Konzerns vom Kohle-Geschäft fordern. RWE müsse „zügiger aus der Braunkohleverstromung aussteigen als bisher geplant“, sagte Winfried Mathes, Corporate-Governance-Experte bei der Deka, jetzt der WirtschaftsWoche – „gerade mit Blick auf die gegenwärtige Klimadiskussion und den steigenden CO2-Preis“.

Hambacher Forst: Showdown im Oktober

Ähnlich kritisch äußerten sich laut WirtschaftsWoche Vertreter von Blackrock („Kohle ist tot“), Hermes EOS und der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hält jedoch trotz wachsender Skepsis der eigenen Aktionäre – Blackrock ist mit fünf Prozent an RWE beteiligt – vorerst an der Kohle und an den Rodungsplänen im Hambacher Forst fest. „Das Recht ist auf unserer Seite“, sagt er und verweist zudem auf drohende Versorgungslücken bei einem übereilten Kohleausstieg. Dennoch spricht vieles dafür, dass der Druck auf Schmitz wächst, wenn es im Oktober losgeht – auch aus dem Lager der Aktionäre.