Aufsichtsrat der Woche: Helmut Perlet (GEA)

Helmut Perlet (Gea)

Aktivistische Aktionäre nehmen mit wachsender Vehemenz Aufsichtsräte ins Visier. Zu den prominentesten Attackierten gehört derzeit der frühere Allianz-Vorstand Helmut Perlet (71), der das Kontrollgremium des Düsseldorfer Anlagenbauers GEA leitet. Im Juli monierte der Hedgefonds Elliott des US-Investors Paul Singer, der auch bei ThyssenKrupp kräftig Druck machte, „die mangelnde Unabhängigkeit wesentlicher Mitglieder des Aufsichtsrats, einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden, aufgrund übermäßig langer Amtszeiten“.

Druck auf die Langzeit-Aufsichtsräte wächst

Seither ist der Druck gewachsen: Vor zwei Wochen musste das Unternehmen einräumen, dass es im laufenden Jahr die Margenziele verfehlen dürfte. Und nachdem Vorstandschef Jürg Oleas bereits seinen Rücktritt angekündigt hat, können sich die Aktivisten nun voll auf den zwölfköpfigen Aufsichtsrat konzentrieren, der ihnen einige Angriffspunkte liefert. So sitzt Perlet bereits seit 13 Jahren und Ahmad Bastaki von der Kuwait Investment Authority (Mitglied des Präsidial- und Nominierungsausschusses) sogar seit 15 Jahren im GEA-Aufsichtsrat. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Hartmut Eberlein, ist immerhin seit neuneinhalb Jahren dabei – und war unmittelbar davon vier Jahre GEA-Finanzchef.