Aufsichtsrat der Woche: Jürgen Fitschen (Ceconomy)

Jürgen Fitschen

Wer gedacht hatte, dass es Jürgen Fitschen nach dem Ausscheiden bei der Deutschen Bank gemütlich angehen lassen kann, sieht sich eines Besseren belehrt. Vor allem sein Mandat als Aufsichtsratschef des Handelskonzerns Ceconomy (Media Markt, Saturn) fordert ihm derzeit vollen Einsatz ab: In einer außerordentlichen Sitzung hat das 20-köpfige Gremium in der Nacht zum vergangenen Samstag entschieden, dass Vorstandschef Pieter Haas und CFO Mark Frese ihre Hüte nehmen müssen. Fitschen und seine Kollegen müssen deshalb jetzt möglichst schnell qualifizierte Nachfolger finden.

Besonders gefordert: Regine Stachelhaus

Christoph Vilanek, CEO des Großaktionärs Freenet und selbst kein Aufsichtsratsmitglied, gibt sich zuversichtlich: Er habe „volles Vertrauen“ in das Gremium. Und tatsächlich scheint der Aufsichtsrat gut aufgestellt – die Kapitalvertreter sind mehrheitlich unabhängig, ihr Kompetenzprofil ist breit gefächert und eine Frauenquote von 45 Prozent sowie sieben nach 1970 geborene Mitglieder sprechen für einen guten Mix (siehe dazu die aktuelle „Corporate Governance Roadshow Presentation“). Zu den qualifizierteten Mitgliedern gehören Deutsche-Bank-Managerin Karin Dohm, Ex-Lanxess-Vorstand Bernhard Düttmann, die Lego-Vizepräsidentin Julia Goldin und die frühere Eon-Arbeitsdirektorin Regine Stachelhaus, die mit Fitschen und den Arbeitnehmervertretern Jürgen Schulz und Jens Plog das Präsidium bildet – und deshalb nun besonders gefordert ist.