Aufsichtsrat der Woche: Knorr-Bremse

Knorr-Bremse

An diesem Freitag geht der Automobilzulieferer Knorr-Bremse an die Börse, und im Vorfeld haben sich Analysten und Finanzjournalisten in bewährter Manier mit Finanzkennzahlen sowie dem Management auseinandergesetzt – und den Aufsichtsrat mal wieder weitgehend außer Acht gelassen. Dabei hatte Eigentümer Heinz-Hermann Thiele den „erfahrenen und professionellen Aufsichtsrat“ im FAZ-Interview als einen wesentlichen Faktor für die Börsenreife seines Unternehmens bezeichnet.

Viel Erfahrung, wenige Frauen

Tatsächlich sitzen renommierte Manager in dem zwölfköpfigen Gremium: Als Aufsichtsratschef fungiert seit Anfang September der frühere Daimler-Vorstand Klaus Mangold (75), und der Ex-ThyssenKrupp-Vorstand Wolfram Mörsdorf sowie der einstige Daimler-Trucks-Entwicklungschef Georg Weiberg bringen ebenfalls viel Erfahrung mit. Allerdings sind beide bereits um die 70 und damit keine Digital Natives. Neben jüngeren Experten sind auch Frauen rar; Ende Mai ist immerhin Werhahn-Finanzchefin Kathrin Dahnke (57) in den Aufsichtsrat eingezogen. Sie ist dort die zweite Frau neben der Eigentümer-Tochter Julia Thiele-Schürhoff. In Sachen Frauenquote besteht damit weiter Handlungsbedarf.