Aufsichtsrat des Jahres: Giuseppe Vita (Axel Springer)

Axel Springer

Nach 17 Jahren ist im kommenden April Schluss: Der Sizilianer Giuseppe Vita (83) legt sein Mandat als Aufsichtsratschef des Medienkonzerns Axel Springer nieder – „im Interesse der weiteren Verjüngung des Aufsichtsrats“, wie das Unternehmen mitteilte. Und auch, wenn einige Beobachter diesen Schritt wegen Vitas fortgeschrittenen Alters für überfällig halten, muss man dem langjährigen Schering-Vorstandschef zugute halten: Giuseppe Vita hat gerade am Ende seiner Amtszeit hervorragende Arbeit geleistet und wird einen gut aufgestellten Aufsichtsrat hinterlassen.

Digital, international, kompetent

So holte er in diesem Jahr mit Palantir-CEO Alex Karp (51) einen der erfolgsreichsten Digitalunternehmer der Welt in den Springer-Aufsichtsrat. Zugleich zog Iris Knobloch (56), Präsidentin von Warner Bros. in Frankreich, in das Kontrollgremium ein, in dem weitere hochkarätige Experten wie Wolfgang Reitzle und Nicola Leibinger-Kammüller vertreten sind. Auch die Nachfolgefrage hat Vita geklärt: Neuer Aufsichtsratschef soll der Schweizer Ringier-Manager Ralph Büchi (61) werden. Mit ihm wird der langjährige EY-Partner Ulrich Plett (61) in das Gremium einziehen und voraussichtlich den Ex-Springer-Vorstand Lothar Lanz (70) ersetzen.