Aufsichtsrätin der Woche: Barbara Münch (Gigaset)

Bernhard Riedel

Der Aufsichtsratschef des Münchner Telefonherstellers Gigaset, Bernhard Riedel, ist im Alter von 57 Jahren überraschend gestorben. Wie das Unternehmen Ende vergangener Woche mitteilte, rückt deshalb das „von der Hauptversammlung gewählte Ersatzmitglied“ Barbara Münch in das sechsköpfige Kontrollgremium auf. Die Juristin arbeitet hauptberuflich als Geschäftsführerin für den Münchner Finanzdienstleister Assetmetrix. Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt bis auf Weiteres der bisherige Vize, der Hongkonger Rechtsanwalt Helvin Wong.

Von der AG Bad Salzschlirf zum Smartphone-Hersteller

Die Gigaset AG erzielt mit mehr als 900 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von knapp 300 Millionen Euro und geht auf die im Jahr 1900 gegründete „Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf“ zurück. Nach deren Insolvenz im Jahr 2001 wurde es Teil der Arques Holding und 2010 in Gigaset umbenannt. Inzwischen gehört das Unternehmen, das 2018 den Einstieg ins Smartphone-Geschäft ankündigte, mehrheitlich dem schillernden Hongkonger Investor Pan Sutong. Der verstorbene Aufsichtsratschef Bernhard Riedel war Partner der Münchner Kanzlei Meindl & Riedel und betreute dort die Fachbereiche Strafrecht, Verkehrsrecht und allgemeines Zivilrecht.