Aufsichtsrat der Woche: Jürgen Hambrecht (BASF)

Jürgen Hambrecht

Für Jürgen Hambrecht (72) hat voraussichtlich das letzte volle Amtsjahr als BASF-Aufsichtsratsvorsitzender begonnen: Nach Unternehmensangaben „beabsichtigt“ er, sein Mandat nach der Hauptversammlung 2020 niederzulegen (zugunsten des Ex-Vorstandschefs Kurt Bock, für den derzeit die zweijährige „Cooling-Off“-Phase läuft). Und es sieht so aus, als würde Multi-Aufsichtsrat Hambrecht seinem Nachfolger ein gut aufgestelltes Gremium hinterlassen. Für Professor François Diederich (66) und Ex-Allianz-Chef Michael Diekmann (63), die wegen ihrer langen Zugehörigkeit nach der Hauptversammlung im Mai ausscheiden, hat Hambrecht jedenfalls jüngst überzeugende Nachfolge-Kandidaten präsentiert.

Digitalisierung: Kompetenzprofil „vollständig erfüllt“

Zur Wahl stellen sich demnach der Münchner Chemie-Professor Thomas Carell (52) sowie Alex Karp (51), CEO des US-Digitalkonzerns Palantir und seit 2018 Mitglied des Aufsichtsrats von Axel Springer. Mit Karp werde „der Kompetenzbereich Digitalisierung und Informationstechnologie“ künftig abgedeckt und damit das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats „vollständig erfüllt“, teilte BASF mit. Chemie-Professor Carell von der Ludwigs-Maximilians-Universität München verstärke sich das Kontrollgremium „in den Bereichen Chemie, Biologie, Anlagenbau und künstliche Intelligenz sowie den damit verbundenen Wertschöpfungsketten“.