Aufsichtsrätin der Woche: Friederike Helfer (ThyssenKrupp)

Friederike Helfer

Großes Stühlerücken im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp: Auf der Hauptversammlung Ende nächster Woche scheiden mit BWL-Professor Bernhard Pellens, HSCB-Deutschland-Chefin Carola von Schmettow und Ex-Cevian-Partner Jens Tischendorf gleich drei Mitglieder aus. Die Nachfolge sollen die frühere Ford-Managerin Birgit Behrendt (60), Innogy-Finanzchef Bernhard Günther (52) sowie Friederike Helfer (43) vom Großaktionär Cevian antreten. Besondere Aufmerksamkeit dürfte sich auf die Österreicherin Helfer richten, die bis 2008 für McKinsey arbeitete und danach zu Cevian wechselte. Denn mit ihr sind die Schweden, die fast 20 Prozent  halten, weiter im Aufsichtsrat vertreten.

„Analytische, erfahrene Portfolio-Managerin“

Das gilt auch für den zweiten Großaktionär, die Krupp-Stiftung: Deren Vertreter Ursula Gather und Lothar Steinebach sind bis 2023 gewählt. Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm ist überzeugt, dass die drei Neuzugänge eine „ausgezeichnete“ Wahl sind. So habe sich Friederike Helfer „einen Namen als analytische, erfahrene Portfoliomanagerin von Industrieunternehmen gemacht“. Russwurm und vier weitere Aufsichtsratsmitglieder stehen auf der Hauptversammlung zur Wiederwahl, darunter auch Martina Merz. Die frühere Bosch-Managerin, die derzeit als Vorstandschefin fungiert, wird ihr Mandat dennoch bis Ende September ruhen lassen. Bis dahin vertritt sie der Unternehmensberater Ingo Luge, der nach ihrer Rückkehr als „Ersatzmitglied“ des Aufsichtsrats fungieren soll.