Aufsichtsrätin der Woche: Liz Centoni (Daimler)

Auto Engineering

Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff (78), den wir in der letzten Ausgabe kritisiert hatten, leitet einen Generationswechsel ein: Auf der Hauptversammlung am 31. März 2021 sollen die Aktionäre drei neue Kontrolleure wählen – BASF-Chef Martin Brudermüller, Shell-CEO Ben van Beurden und Cisco-Managerin Liz Centoni. Das Trio ist für Ex-Nestlé-Managerin Petraea Heynike (73), den früheren BASF-Chef Jürgen Hambrecht (74) sowie Bischoff selbst nominiert, die allesamt ausscheiden. Bischoffs Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender übernimmt Bernd Pischetsrieder (72), der dem Gremium bereits seit 2014 angehört.

Hängepartie um den Aufsichtsratsvorsitz

Ursprünglich sollte der langjährige Vorstandschef Dieter Zetsche nach seiner Cooling-Off-Phase an die Aufsichtsratsspitze rücken. Doch dieses Vorhaben stieß bei Aktionären und Corporate-Governance-Experten auf teils scharfe Kritik; Zetsche sagte schließlich ab. Mit Pischetsrieder hat Bischoff nun respektablen Ersatz gefunden, auch wenn eine Verjüngung wahrlich anders aussieht. Immerhin sorgt der scheidende Aufsichtsratschef mit den drei Neuzugängen, die jeweils um die sechzig sind, für frischen Wind. Die interessante Personalie ist Liz Centoni, die in Mumbai geboren wurde und dort Chemie studiert hat. Sie ist eine der führenden Tech-Managerinnen in den USA und fungiert bei Cisco als Senior Vice President „Strategy, Emerging Technologies & Incubation“. Damit ist sie dafür verantwortlich, neue Geschäftsideen zu entwickeln und zur Marktreife zu führen.