Frank Lindenberg (Lucid Motors)

Das kalifornische Elektroauto-Startup Lucid Motors hat den ehemaligen Mercedes-Finanzvorstand Frank Lindenberg für das „Board of Directors“ nominiert. Laut einem Bericht des Manager Magazins sollen die Aktionäre eines SPACs namens Churchill Capital IV den 57-Jährigen am 22. Juli in das Gremium wählen. SPAC steht für Special Purpose Acquisition Company. Das sind börsennotierte Firmenmäntel ohne geschäftliche Aktivitäten, die binnen zwei Jahren nach dem IPO ein Startup übernehmen – in diesem Fall Lucid Motors: Das Start-Up soll sich am Tag nach der Aktionärsversammlung mit dem SPAC Churchill Capital IV zusammenschließen. Auch dies sollen die Aktionäre absegnen.

„Fürsprecher einer stärkeren Elektrifizierung“

Die Kompetenz der Aufsichtsräte bzw. non-executive Directors gilt als wichtiges Kriterium, um SPAC-Aktionäre von der geplanten Transaktion zu überzeugen. Frank Lindenberg dürfte dem Deal deshalb förderlich sein: Er kann auf 25 Jahre Erfahrung im Daimler-Konzern verweisen und galt dort laut Manager Magazin schon früh „als Fürsprecher einer stärkeren Elektrifizierung“. Als Chairman von Lucid – und damit eine Art Aufsichtsratschef – fungiert Andrew Liveris (67), bis 2018 Chef des Chemiekonzerns Dow. Zu den weiteren unabhängigen Board-Mitgliedern gehört Turqi Alnowaiser vom saudischen Staatsfonds PIF.