Top vs. Flop: Günther Fielmann und Kasper Rorsted

Für Kasper Rorsted geht eine weitere schwierige Woche zu Ende. Der Adidas-Chef musste vor wenigen Tagen schlechte Zahlen fürs erste Quartal verkünden – und die Aktionäre auf ein noch schlechteres Ergebnis im laufenden Quartal einstimmen. Keine Frage: Kaum ein anderer Manager ist in der Corona-Krise derart ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Nachdem Adidas trotz prall gefüllter Kassen angekündigt hatte, Mietzahlungen auszusetzen, brach sogar ein wahrer Shitstorm über den Dänen herein …

Weiterlesen
Corona-Krise

Die Corona-Krise legt Governance-Schwächen schonungslos offen – und hat das Potenzial zum Reformkatalysator. Aber jetzt gilt erstmal: Bleiben Sie gesund!

Liebe Leser der GermanBoardNews, die Corona-Krise hat auch uns voll erwischt: Wir haben uns schweren Herzens entschieden, den Deutschen Aufsichtsratstag Anfang Mai abzusagen bzw. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ich bin sicher, Sie verstehen und unterstützen das – Gesundheit hat im Moment absolute Priorität, und jede/r Einzelne ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten und Solidarität mit den Alten und Kranken in unserer Gesellschaft zu zeigen. Auch im Arbeitsalltag verzichten …

Weiterlesen
Lehren aus der Räuber-Geschichte

Zapf & Co: Brandaktuelle Lehren aus der Räuber-Geschichte

Erinnern Sie sich noch an Klaus Zapf? Der schrullige Umzugsunternehmer, der 2014 gestorben ist, hielt über Jahre Deutschlands Aktiengesellschaften auf Trab. Vielen galt er als Inbegriff eines „räuberischen Aktionärs“ – jener Spezies also, die mit Anfechtungsklagen HV-Beschlüsse blockierte, um Unternehmen zu teuren Vergleichen zu zwingen. Zu Spitzenzeiten identifizierte der Aktienrechtler Theodor Baums mehr als 40 sogenannte Berufskläger, zu denen er neben Zapf weitere illustre Investoren wie Karl-Walter Freitag oder Frank …

Weiterlesen
Saori Dubourg

Saori Dubourg: Initiative gegen Shareholder-Value-Exzesse

Der Druck von Investoren, denen es ums schnelle Geld geht, kann gute Unternehmensführung verhindern. Klassisches Beispiel sind Aktienrückkäufe zulasten von Zukunftsinvestitionen. Deshalb treibt uns schon länger die Frage um: Wie lässt sich der Einfluss von Aktivisten und Spekulanten begrenzen, ohne Aktionärsrechte einzuschränken? Zugespitzt formuliert: Wie machen wir die Börse vom Spielplatz für Zocker zum Marktplatz der Mitinhaber? Wir plädieren dafür, langfristiges Denken zu fördern – und zugleich langfristig denkende Aktionäre …

Weiterlesen
Aktienrückkäufe

Bernie Sanders & Elisabeth Warren: Die US-Governance-Rebellen

Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Vier Billionen Dollar haben die 500 größten US-Konzerne zwischen 2008 und 2017 für Aktienrückkäufe ausgegeben – das entspricht mehr als der Hälfte der Gewinne. Damit ist klar, dass in Übersee noch immer einseitiges Shareholder-Value-Denken dominiert – die Devise heißt „Aktionäre pämpern statt in die Zukunft investieren“. In Deutschland ist das Volumen der Aktienrückkäufe unserer Meinung nach zwar ebenfalls zu hoch, …

Weiterlesen
Wolfgang Reitzle

Wolfgang Reitzle: Wegbereiter einer exzessiven Shareholder-Value-Kultur?

Bei Linde weht nach der Fusion mit dem US-Unternehmen Praxair ein anderer Wind. Das ist die klare Botschaft eines Doppel-Interviews von CEO Steve Angel und Chairman Wolfgang Reitzle im Handelsblatt: Zentral seien aus seiner Sicht „kontinuierliche Verbesserungen und der Shareholder Value“, sagte Angel, der zuletzt 22 Millionen Dollar im Jahr kassierte. Auch Wolfgang Reitzle sprach ausführlich über die Aktionäre und verwies mehrfach auf die Marktbewertung, die auf 84 Milliarden Euro …

Weiterlesen
Heiner Flassbeck

Dividenden statt Investitionen: Ist der Wirtschaftsliberalismus am Ende?

Der linke Ökonom Heiner Flassbeck hat jüngst in der WirtschaftsWoche erklärt, dass der Wirtschaftsliberalismus „an sich selbst gescheitert“ ist – und zum Widerspruch eingeladen. Dieses Angebot nehmen wir gerne an, denn Flassbecks Kernkritik betrifft ein Thema, dass auch uns beschäftigt: Etliche Unternehmen horten ihre Gewinne oder geben das Geld in Form von Aktienrückkäufen oder Sonderdividenden den Aktionären, statt in die Zukunft zu investieren. Flassbeck formuliert das so: „Das gehortete Kapital …

Weiterlesen
Aktienrückkäufe

Bäte, Kaeser, Rorsted: Die eifrigsten Aktienrückkäufer im Dax

Deutschlands Konzerne kaufen immer mehr eigene Aktien: Laut einer aktuellen Analyse des Handelsblatts haben sich acht Dax-Konzerne in der laufenden HV-Saison üppige Rückkaufprogramme genehmigen lassen. Parallel dazu holen Unternehmen auf Basis älterer „Vorratsbeschlüsse“ Milliarden-Volumina vom Markt. So gibt Siemens derzeit pro Jahr im Schnitt eine Milliarde Euro für eigene Aktien aus, und Adidas-Chef Kasper Rorsted kündigte im März Käufe in einer ähnlichen Größenordnung an. Auch die Allianz, die Munich Re, …

Weiterlesen
Aktienrückkäufe

Rorsted & Wenning: Aktionäre pämpern statt unternehmerisch denken?

War es zu schön, um wahr zu sein? Vor knapp einem Jahr haben wir uns gefreut, dass Aktienrückkäufe in Deutschland wesentlich überschaubarer ausfallen als in den USA. Denn wir sind überzeugt: In vielen Fällen besteht die Gefahr, dass Unternehmen Zukunftsinvestitionen und die Forschung vernachlässigen, um kurzfristig orientierte Investoren zu pämpern (und womöglich die eigenen Boni zu tunen). Deshalb registrieren wir besorgt, dass Aktienrückkäufe in einigen Unternehmen künftig wieder üppiger ausfallen …

Weiterlesen
Aktienrückkäufe

Allianz-Chef Oliver Bäte: Warum macht er, was er hasst?

Noch vor knapp einem Jahr hat Allianz-Chef Oliver Bäte aus seiner Abneigung keinen Hehl gemacht: „Ich hasse Aktienrückkäufe“, sagte er laut Handelsblatt gegenüber Investoren. Doch inzwischen hat er seine Meinung offenbar geändert: Die Allianz hat Ende vergangener Woche angekündigt, 2018 ein zwei Milliarden Euro schweres Rückkaufsprogramm zu starten. Das hat uns überrascht und geärgert, weil wir derartige Programme skeptisch sehen – genau wie langfristig orientierte Investoren. Ingo Speich von Union …

Weiterlesen
Aktienrückkäufe Boni US

Aktienrückkäufe: Boni-Tuning statt Zukunftsinvestitionen

Diese Zahlen werfen Fragen auf: Laut einer Studie des „Institute for New Economic Thinking“, über die die New York Times jüngst berichtete, haben US-amerikanische Pharmakonzerne binnen zehn Jahren sage und schreibe 516 Milliarden Dollar für Dividenden und den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben. Für Forschung und Entwicklung blieben dagegen nur 465 Milliarden Dollar übrig. Bei einigen Konzernen wie Gilead Sciences und Biogen fielen allein die Aktienrückkäufe teurer aus als die F&E-Ausgaben. …

Weiterlesen