Börse

Olaf Berlien & Mathias Döpfner: Vertreibung aus dem Paradies

Immer mehr Unternehmen fliehen von der Börse. Laut Handelsblatt ist die Zahl regulär gelisteter Gesellschaften in den letzten zehn Jahren von 761 auf 464 gesunken. Und der Trend beschleunigt sich; jüngst kündigten Axel Springer und Osram einen Rückzug an – mit ähnlichen Argumenten: Die Vorstandschefs Olaf Berlien und Mathias Döpfner bräuchten Zeit für die digitale Transformation und könnten keine Aktionäre gebrauchen, die bei schlechten Quartalszahlen auf die Barrikaden gehen, hieß …

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Axel Springer

Aufsichtsrat des Jahres: Giuseppe Vita (Axel Springer)

Nach 17 Jahren ist im kommenden April Schluss: Der Sizilianer Giuseppe Vita (83) legt sein Mandat als Aufsichtsratschef des Medienkonzerns Axel Springer nieder – „im Interesse der weiteren Verjüngung des Aufsichtsrats“, wie das Unternehmen mitteilte. Und auch, wenn einige Beobachter diesen Schritt wegen Vitas fortgeschrittenen Alters für überfällig halten, muss man dem langjährigen Schering-Vorstandschef zugute halten: Giuseppe Vita hat gerade am Ende seiner Amtszeit hervorragende Arbeit geleistet und wird einen …

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Aufsichtsratsvorsitzende

Aufsichtsratsvorsitzende: Wer klebt an seinem Stuhl?

Ein renommierter Fondsmanager ärgerte sich jüngst im persönlichen Gespräch über besonders hartnäckige Aufsichtsratschefs. Es sei ein „Riesenproblem“, dass viele einfach nicht loslassen können, kritisierte er – und zwar auch dann, wenn sie gesundheitlich noch voll im Saft seien. Denn, so sein Argument: Vorstände müssten meist mit 60 oder 62 Jahren ihren Posten räumen. Und wer länger als zehn Jahre aus dem operativen Geschäft raus sei, verliere das Gespür für Usancen, …

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Mitbestimmung

Mitbestimmung: Herzlich willkommen, liebe neue Indus-Aufsichtsräte!

Es war ein bemerkenswerter Zwischenruf auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (DART) Ende Juni: Den Hinweis während einer Podiumsdiskussion, dass mehrere Unternehmen nach einem Gerichtsurteil Arbeitnehmer in ihre Aufsichtsräte aufnehmen müssen, korrigierte ein Teilnehmer kurz und bündig mit: dürfen – und erntete Schmunzeln und zustimmendes Nicken. Das zeigt: Die Kapitalvertreter in den deutschen Aufsichtsräten sind Fans der Mitbestimmung. Und auch wir sind überzeugt, dass sie langfristig gesehen ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und …

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Axel Springer, Indus, Vossloh: Arbeitnehmer drängen in die Aufsichtsräte

Ein Gerichtsurteil sorgt für Bewegung in Deutschlands Aufsichtsräten: Nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding verpflichtet hat, das Kontrollgremium zur Hälfte mit Arbeitnehmervertretern zu besetzen, pochen auch Betriebsräte anderer Unternehmen auf volle Mitbestimmung. Wie die Börsen-Zeitung unter Verweis auf den Bundesanzeiger berichtet, laufen derzeit rund 50 entsprechende „Statusverfahren“ – unter anderem bei der Axel Springer SE mit ihrem 9- und der Vossloh AG mit ihrem 6-köpfigen Aufsichtsrat. Zusammenarbeit im …

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Aufsichtsrat der Woche: Werner Bahlsen

Der Keks-Unternehmer Werner Bahlsen hat seinen Worten Taten lassen und den im vergangenen Jahr angekündigten Generationswechsel vollzogen. Und tatsächlich wird das Familienunternehmen „keine Spielwiese für Unternehmerkinder“: Der 69-jährige Patriarch übergibt die Unternehmensführung an ein vierköpfiges Team externer Manager und übernimmt den Chefposten im neu geschaffenen Verwaltungsrat. Familienzwist ist trotzdem nicht zu befürchten: Bahlsen hat seine vier Kinder von Anfang an eng in den Entscheidungsprozess einbezogen – eine Lehre aus dem …

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Onboarding

Diversity: Wie integrieren Aufsichtsratschefs die Querdenker?

Es sind zweifellos spannende Personalien: Axel-Springer-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita (82) hat Alex Karp (50) engagiert, Mitbegründer der US-Softwarefirma Palantir. Und Manfred Bischoff (75) holt die US-amerikanische IBM-Managerin und Blockchain-Expertin Marie Wieck (57) in den Daimler-Aufsichtsrat. Wir müssen an dieser Stelle dennoch Wasser in den Wein schütten. Denn digitale Neu- und Querdenker zu finden ist nur der erste Schritt. Die wahre Herausforderung liegt darin, sie in die Aufsichtsräte zu integrieren. Und zwar …

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Aufsichtsräte

Von Alex Karp bis Diane Green: Die interessantesten Neu-Aufsichtsräte

Während die HV-Saison näher rückt, nominieren immer mehr Unternehmen neue Kandidaten für ihre Aufsichtsräte. Und wer sich die Personalien näher anschaut, wird feststellen: Die Professionalisierung setzt sich fort und scheint sogar Fahrt aufzunehmen; neben kompetenten Experten ziehen immer öfter auch Querdenker und Überraschungskandidaten in die Gremien ein. So glückte Axel-Springer-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita mit dem Digital-Vordenker und Palantir-Chef Alex Karp ein wahrer Coup. Und auch der zweite Neuzugang, die französische Warner-Bros.-Präsidentin …

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Iris Knobloch

Axel Springer: Vita holt Knobloch und Karp in den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer („Bild“, „Welt“) hat Iris Knobloch (55) und Alexander Karp (50) als neue Mitglieder nominiert. Sie sollen auf der Hauptversammlung am 18. April als Nachfolger von US-Investor Bill Ford (56) und Ex-Springer-Vorstand Rudolf Knepper (72) in das neunköpfige Gremium gewählt werden. Knobloch ist Präsidentin von Warner Bros. in Frankreich und verfügt laut Aufsichtsratschef Giuseppe Vita (82) „über langjährige und umfassende Kenntnisse der internationalen Medienbranche“. Sie …

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Dermapharm

Börsengänge: Wer sind die Aufsichtsräte der Neulinge?

Die IPO-Saison 2018 hat begonnen: Ende letzter Woche ging der Grünwalder Arzneimittelspezialist Dermapharm Holding an die Börse, am Dienstag folgte der Essener Wohnimmobilien-Entwickler Instone Real Estate. Im Vorfeld widmeten sich Analysten und Finanzjournalisten wie gewohnt ausführlich den Finanzkennzahlen, aber – mal wieder – allenfalls am Rande Corporate-Governance-Kriterien. Aus unserer Sicht ein Fehler: Während Kennzahlen viel über die Vergangenheit und wenig über die Zukunft verraten, ist es bei Faktoren wie der …

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Nicola Leibinger-Kammüller

Familienunternehmen: Trumpf-Chefin flirtet mit Fremdgeschäftsführer

Die Chefin des Ditzinger Werkzeugmaschinen-Herstellers Trumpf kann sich vorstellen, einen familienfremden Geschäftsführer zu ihrem Nachfolger zu küren. „Es kommt nicht darauf an, dass die Firma von der Familie geführt wird, sondern dass sie gut geführt wird“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller (58) in einem Interview. Es gebe „hervorragende Familienunternehmen, die fremdgeführt sind“. Auch bei vielen anderen Mittelständlern haben Verwandte kein Vorrecht mehr auf den Chefsessel. „Intensive Nachfolgeplanung“ – unterstützt von Jürgen Hambrecht …

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