Herbert Hainer

Herbert Hainer: Ein Governance-Reformer für den FC Bayern?

Der FC Bayern München in den „Tops“ der GermanBoardNews? Da werden sich einige verwundert die Augen reiben, nachdem wir den Club oft kritisiert haben. Wegen Uli Hoeneß, der nach seiner Haftstrafe an die Aufsichtsratsspitze zurückkehrte. Wegen des „Alphatier-Aufsichtsrats“. Wegen der Amtszeit von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Doch jetzt werden die Karten neu gemischt: Seit letzter Woche ist klar, dass Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer Hoeneß als Aufsichtsratsvorsitzenden ablöst – und Oliver Kahn neuer …

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Carlos Goshn

Aufsichtsräte: Die Lehren aus dem Fall Carlos Goshn

Da heutzutage fast alle Manager über Teamgeist, Sozialkompetenz und Ethik reden, gerät bisweilen in Vergessenheit: Es gibt sie noch, die Sonnenkönige in den Chefetagen. Aber meist erkennt man sie nicht auf den ersten Blick, weil sie rhetorische Nebelkerzen zünden oder ihre Hybris erst peu à peu entwickeln. Aufsichtsräte müssen deshalb dauerhaft wachsam sein – und können aus dem Skandal um den früheren Nissan-Renault-Mitsubishi-Chef Carlos Goshn lernen, wann die Alarmglocken besonders …

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Larry Fink

„CEO Letter“: Wie Larry Fink die Schwächen des deutschen Kodexes offenlegt

BlackRock-Chef Larry Fink hat kürzlich seinen jährlichen Brief an die CEOs geschrieben, und in dieser Woche bin ich endlich dazu gekommen, ihn zu lesen: Fink fordert unter anderem, dass Manager mehr gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und den Unternehmenszweck („purpose“) stärker in den Mittelpunkt rücken. Das zeigt, dass institutionelle Investoren völlig andere Erwartungen haben als vor einigen Jahren. Und ich habe mich unweigerlich gefragt: Hilft der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) den …

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Joe Kaeser

Joe Kaeser: Streiter für die europäische Governance-Kultur

Man kann es sich leicht machen und Joe Kaeser als „Gutmenschen“ abstempeln, der viel redet, aber wenig bewirkt – zum Beispiel, wenn der Siemens-CEO den „reinen Shareholder-Value-Ansatz“ kritisiert und einen „inklusiven Kapitalismus“ predigt. Doch das wäre zu kurz gesprungen, denn machen wir uns nichts vor: Wir befinden uns in einem Wettstreit der Systeme; der angelsächsische Finanz- und der chinesische Staatskapitalismus gefährden unsere Governance-Kultur. Das zeigt sich etwa, wenn hochsubventionierte Unternehmen …

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Diversity

Diversity: Herrscht in Aufsichtsräten noch der „Muff der 60er Jahre“?

Der frühere McKinsey-Partner und Steinmeier-Berater Markus Klimmer, der heute als Investor aktiv ist, hat Deutschlands Aufsichtsräte harsch kritisiert: In den Gremien herrsche häufig noch immer „der Muff der 60er Jahre“, sagte er dem Manager Magazin. Personalberater würden sich deshalb „immer noch scheuen“, homosexuelle Talente für Top-Positionen im Management vorzuschlagen. Auf diese Weise erschwere eine unheilvolle Allianz von Headhuntern und Aufsichtsräten Karrieren von Homosexuellen. Wer bremst – die Aufsichtsräte oder die …

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Bernhard Pellens

Aufsichtsrat der Woche: Bernhard Pellens (ThyssenKrupp)

In Sachen Rechnungslegung ist er eine wahre Koryphäe: Der Bochumer Wirtschaftsprofessor Bernhard Pellens (62) hat Standardwerke geschrieben und zudem den Schritt aus dem akademischen Elfenbeinturm in die Wirtschaft gewagt – unter anderem als Aufsichtsrat von ThyssenKrupp. Dort ist er nun zum Gremienchef und Nachfolger von Ulrich Lehner aufgerückt, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde. In dieser Rolle steht Pellens vor großen Herausforderungen: Der BWL-Professor muss die unterschiedlichen Lager im Aufsichtsrat …

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Grammer

Aufsichtsrat der Woche: Grammer

Große Herausforderung für den zwölfköpfigen Aufsichtsrat des bayrischen Automobilzulieferers Grammer: Das Gremium muss sämtliche Vorstandsposten neu besetzen, nachdem alle drei Vorstände in dieser Woche angekündigt haben, ihre Ämter niederzulegen – nur wenige Wochen nach der Übernahme durch den chinesischen Investor Ningbo Jifeng, die sie geschlossen befürwortet hatten. „Mit meinem Rücktritt gebe ich Aufsichtsrat und Großaktionär die Möglichkeit, grundsätzliche Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Unternehmens unabhängig von meiner Person zu …

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David Bonderman

Ryanair-Chairman David Bonderman: Wer nicht mit der Zeit geht…

… geht mit der Zeit. Diese Weisheit sollte sich Ryanair-Chairman David Bonderman ganz besonders zu Herzen nehmen. Denn der 75-jährige Milliardär erweckt zunehmend den Eindruck, dass er sich alte Zeiten zurückwünscht. So musste er im vergangenen Jahr das Board des US-Mobilitätsdienstleisters Uber nach einer abwertenden Bemerkung über Frauen verlassen. Auf ein Plädoyer seiner Board-Kollegin Arianna Huffington (Huffington Post) für mehr Frauen in Führungspositionen hatte Bonderman erwidert, dass dann „sehr viel …

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Uli Hoeneß

Bayern-Aufsichtsrat: Hoeneß hält an Winterkorn und Stadler fest

Der Aufsichtsratschef des FC Bayern München, Uli Hoeneß, setzt weiter auf Martin Winterkorn und Rupert Stadler. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung betonte er, dass die beiden Bayern-Aufsichtsräte im Diesel-Skandal vorerst nur als Beschuldigte gelten. Solange das der Fall sei, „muss ich nicht hergehen und alles vergessen, was sie in vielen Jahren für den FC Bayern getan haben“, so Hoeneß. „In schwierigen Zeiten zeigt sich, wer wo steht und was eine …

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Elmar Degenhart

Manuel Theisen vs. Elmar Degenhart: Ein Aufruf zur Mäßigung

Auf den vieldiskutierten „Brandbrief“ an mehr als 400 Führungskräfte des Automobilzulieferers Conti folgte am Freitag ein „Brandinterview“: Der Corporate-Governance-Experte Manuel Theisen bezeichnete das Schreiben als Eingeständnis des Vorstands, „in der Führung versagt zu haben“ – und forderte de facto den Rücktritt von CEO Elmar Degenhart: „Im Grunde genommen“, so Professor Theisen, fehle in dem Brandbrief ein Satz: „Und aus diesem Grund trete ich sofort zurück.“ Diese vehemente Kritik hat uns …

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Paul Achleitner

Paul Achleitner: Schluss mit den Rochaden – auch im Aufsichtsrat!

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Strategy& offenbart Bedenkliches: Deutschlands Vorstandschefs bleiben immer kürzer an Bord. Allein 2017 wechselten 24 der 300 größten Unternehmen ihren CEO aus – so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die durchschnittliche „Verweildauer“ ist damit auf 5,1 Jahre gesunken (internationaler Durchschnitt: sieben Jahre). Der Hauptgrund: Deutschlands Chefs müssen häufig vorzeitig gehen – 25 Prozent der Vorstandswechsel im vergangenen Jahr waren der Studie zufolge nicht geplant …

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