Katja Hessel (Deutsche Telekom)

Bundesfinanzminister Christian Lindner schickt seine parlamentarische Staatssekretärin Katja Hessel zur Deutschen Telekom: Die Aktionäre sollen die FDP-Politikerin auf der Hauptversammlung am 7. April in den Aufsichtsrat des teilstaatlichen Konzerns wählen. Die 50-jährige Nürnbergerin zog 2008 in den bayrischen Landtag ein und wechselte neun Jahre später in den Bundestag. Vor ihrer politischen Karriere war Katja Hessel als Rechtsanwältin und Steuerberaterin aktiv. Im Telekom-Aufsichtsrat ersetzt sie den SPD-Mann Rolf Bösinger, der bis …

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Snabe vs. Kaeser: Das Ende der Multi-Aufsichtsräte?

Overboarding: Vielbeschäftigte Kontrolleure geraten verstärkt ins Visier der Aktionäre. Einige erkennen die Zeichen der Zeit, andere sammeln weiter Posten als hätte ihr Arbeitstag 24 Stunden. Jim Hagemann Snabe legt gleich zwei Mandate nieder: Der frühere SAP-Chef verlässt die Kontrollgremien von Allianz und Maersk, wie zu Monatsbeginn bekannt wurde. Damit hat der 56-Jährige künftig mehr Zeit, sich auf seine Aufgabe als Siemens-Aufsichtsratschef zu konzentrieren. Er trage damit den „von Aktionären geäußerten …

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jung & alt

Krick, Lehner, Hinrichs: Von alten Hasen & jungen Wilden

Der Amtsantritt von Joe Biden ist ein guter Anlass, um über starre Altersgrenzen nachzudenken. Warum Unternehmen die Alten nicht vom Hof jagen, sondern besser machen sollten.     Ist es nicht paradox? In den USA hat gerade ein 78-Jähriger einen der stressigsten Jobs der Welt angetreten – und hierzulande müssen deutlich jüngere Aufsichtsräte reihenweise ihren Hut nehmen. Der Start von Joe Biden als US-Präsident ist damit ein guter Grund, über Altersgrenzen …

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Ulrich Lehner

DART I: Ulrich Lehner und der Stakeholder Value

Ist der Fokus auf sämtliche „Stakeholder“ vom Kunden bis zum Aktionär ein neuer Trend? Telekom-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner hat dazu letzte Woche auf dem 15. Deutschen Aufsichtsratstag (#DART15) im Düsseldorfer Industrie-Club angemerkt: Für ihn sei Rendite immer das gewesen, was übrig bleibt, wenn alle anderen Gruppen bedient wurden. Das klingt selbstverständlich, ist aber in Wahrheit Ausdruck einer Corporate-Governance-Philosophie, die unter Druck geraten ist. Die Aussage lässt sich deshalb als Seitenhieb auf …

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HV-Saison

HV-Saison: Wer erkauft die Zustimmung der Aktionäre?

Wo einst sozialistische Mehrheiten an der Tagesordnung waren, erleben Vorstände und Aufsichtsräte inzwischen häufig regelrechte Zitterpartien: Die Gefahr von schmerzhaften Abstimmungsniederlagen auf der Hauptversammlung ist deutlich gestiegen, seit immer mehr Investoren ihre Rechte als Eigentümer wahr- und ernst nehmen. In einem besonders aufsehenerregenden Fall erwischte es in der 2018er HV-Saison Norma-Aufsichtsratschef Stefan Wolf, den die Aktionäre kurzerhand in die Wüste schickten. Künftig dürften Verantwortliche sogar noch öfter zittern, weil die …

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Corporate Governance

Halbzeitanalyse: Die Top Ten der Governance-Antreiber

Allen Unkenrufen zum Trotz gab es auch in diesem Jahr etliche erfreuliche Entwicklungen in Sachen Corporate Governance. Wir haben uns deshalb nach Ablauf des ersten Halbjahres zusammengesetzt und reflektiert: Welche Unternehmer, Vorstände und Aufsichtsräte stachen besonders heraus, weil sie wichtige Entscheidungen gefällt, Reformen vorangetrieben oder nachahmenswerte Strukturen implementiert haben? Unsere Top Ten in alphabetischer Reihenfolge: Werner Bahlsen… lässt seinen Worten Taten folgen. Nachdem er 2017 angekündigt hatte, dass sein Unternehmen …

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Wie Lars Hinrichs die Telekom-Aufsichtsräte zum Lesen anregte

„Diversity: Aufsichtsrat ist keine Frage des Alters“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (#DART13). Es wurde sehr schnell deutlich, wie junge Aufsichtsräte frischen Wind in ihre Gremien bringen. XING-Gründer Lars Hinrichs – seit 2013 im Kontrollgremium der Deutschen Telekom – erzählte nicht nur, dass er sich berufen fühlte, die Vorstände um Tim Höttges zu duzen. Zudem habe er seinen Co-Aufsichtsräten zum Start das Buch „The Second Machine …

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Deutscher Aufsichtsratstag: Warum wir mehr junge Aufsichtsräte brauchen

Am Donnerstagabend startete in Düsseldorf der 13. Deutsche Aufsichtsratstag (#DART13) mit einer bemerkenswerten Runde: Im Rahmen des „Dinner & Talk“ diskutierten Christina Reuter (Jahrgang 1985), Nadine Kammerlander (Jahrgang 1985) und Lars Hinrichs (Jahrgang 1976) über ihre Rollen als Aufsichtsräte – und schilderten, wie sie in den Aufsichtsgremien der Kion Group, der Indus Holding und der Deutschen Telekom aufgenommen wurden, welche Qualitäten sie unabhängig von der fachlichen Kompetenz einbringen und wie …

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Overboarding

Multi-Aufsichtsräte Cromme, Streibich & Co: Und wenn die Krise kommt?

Vorab: Wir begrüßen es außerordentlich, wenn sich erfahrene Manager als Aufsichtsräte engagieren – und sind der Auffassung, dass jeder selbst entscheiden sollte, wie viel er sich zumuten kann. Zugleich fürchten wir aber, dass einige Aufsichtsräte unterschätzen, wie schnell Unternehmenskrisen das erforderliche Arbeitspensum erhöhen oder gesundheitliche Probleme die Leistungsfähigkeit einschränken können. So hat uns überrascht, dass der 75-Jährige Gerhard Cromme nach dem Spitzen-Posten bei Auto1 nun auch den Aufsichtsratsvorsitz beim MDax-Immobilienunternehmen …

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Timotheus Höttges

Hattrick für Höttges: Der Telekom-Chef ist der neue Steve Jobs

Wir gratulieren dem Telekom-Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges: Zum dritten Mal in Folge hat der 55-Jährige die verständlichste HV-Rede gehalten und folgerichtig beim Dax-Redner-Ranking der Universität Hohenheim den ersten Platz belegt (vor Fresenius-Chef Stephan Sturm und Deutsche-Post-CEO Frank Appel). Höttges überzeugte die Experten um Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider auch mit seinem Mut zu klaren Worten: „Manche sagen mir: Klartext macht angreifbar“, so Höttges. „Denen erwidere ich: Nebelkerzen brennen kurz. Da sage ich lieber …

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Manuela Mackert

Compliance bei der Telekom: Nachhilfe für Höttges, Nemat & Co.

In der ZEIT haben wir jüngst einen interessanten Vergleich gelesen: Mit Verboten sei es wie mit Steuern – „sie lassen sich von einem bestimmten Niveau an nicht mehr erhöhen, ohne dass die Leute sich ihnen entziehen“. Irgendwann sinke die Bereitschaft, „jeder Regel Folge zu leisten“. Genau das ist nach unserer Überzeugung das Problem mit den kleinteiligen Compliance-Vorgaben in vielen Unternehmen: Sie bringen weniger, als die Initiatoren hoffen – und wirken …

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