Börse

Appell an Weimer & Jetter: Macht die Börse zu einem besseren Ort

Ulrich Seibert vom Bundesjustizministerium hat auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (DART) im November auf den Delisting-Trend hingewiesen: Immer mehr Unternehmen verabschieden sich von der Börse. Und das liegt nicht nur daran, dass Private-Equity-Investoren in Geld schwimmen und Firmen aufkaufen. Eine weitere wesentliche Ursache ist der Druck ungeduldiger Investoren, der aus unserer Sicht brandgefährlich ist: Immer wieder müssen börsennotierte Unternehmen Zukunftsinvestitionen zugunsten von Ausschüttungen oder Aktienrückkäufen zurückstellen. Die entscheidende Frage lautet deshalb: …

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DART

DART II: Ist die Hauptversammlung „ein Kostümstück aus alten Zeiten“?

Die Hauptversammlung sei „in einer Sinnkrise“, konstatierte Ulrich Seibert vom Bundesjustizministerium auf dem 15. Deutschen Aufsichtsratstag (DART) – und verglich sie „mit einem Kostümstück aus alten Zeiten“. Wir stimmen zu: Als Instrument zur Information der Aktionäre hat sie im digitalen Zeitalter weitgehend ihre Berechtigung verloren. Aber wo soll die Reise hingehen? In der Debatte auf dem DART kristallisierte sich ein Ziel heraus: Die Hauptversammlung sollte zwar nicht zu einer reinen …

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Regierungskommission

Der Kodex lässt weiter auf sich warten. Und wer weiß – womöglich gelingt zumindest ein kleiner Wurf? An diesen vier Kriterien muss sich die Regierungskommission messen lassen.

Der Tag, auf den die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex sehnsüchtig gewartet hat, ist gekommen: Am heutigen Freitag beschäftigt sich der Bundesrat mit der neuen, von niemandem so richtig geliebten Aktionärsrechterichtlinie ARUG II. Und obwohl der Bundestag am 5. Juni hat der Rechtsauschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum selben Thema angesetzt hat, will die Regierungskommission die Kodex-Reform jetzt abschließen: Kommissionspräsident Rolf Nonnenmacher hat am kommenden Mittwoch eine Telefonkonferenz angesetzt, …

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Katarina Barley

Kodex-Reform: Das Bundesjustizministerium hält sich raus und empfiehlt, der Regierungskommission zu vertrauen. Warum das zu viel verlangt ist.

Auf unseren Brief an das Bundesjustizministerium hat Katarina Barleys Referatsleiter geantwortet. Um es kurz zusammenzufassen: Ulrich Seibert schreibt mit sehr netten Worten – nichts, jedenfalls nichts Substanzielles. Ganz offensichtlich traut sich die Politik nicht in den Ring, die Devise scheint zu lauten „Was kümmern uns die Befindlichkeiten der deutschen Wirtschaft, wenn Europawahlen sind“. Eine lapidare, aber dennoch bemerkenswerte Passage in der Antwort lautet: „Ich wäre einmal ganz entspannt, dass die …

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