Bosch-Personalchef Christoph Kübel: Youtube auf Schwäbisch

Christoph Kübel

Der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz wird Arbeitsplätze vernichten – aber gleichzeitig neue Aufgabenbereiche und Jobs schaffen. Immer mehr Unternehmen starten deshalb umfassende Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme, um Mitarbeiter fürs digitale Zeitalter zu befähigen. Besonders konsequent scheint uns der Stiftungskonzern Bosch voranzugehen, der bereits zu Jahresbeginn angekündigt hat, eine „Learning Company“ werden zu wollen – und laut Personalchef Christoph Kübel allein in diesem Jahr mehr als 250 Mio. Euro investiert, um Mitarbeitern neue Kompetenzen zu vermitteln.

Das ambitionierte Ziel: qualifizieren statt entlassen

Bereits 2017 habe jeder der 400.000 Mitarbeiter im Schnitt an eineinhalb Seminaren und einem Online-Kurs teilgenommen, berichtete Kübel jüngst in einem Interview. Zudem biete Bosch in Kooperation mit zwei Unis ein drei Monatsprogramm an, um klassische Maschinenbau-Ingenieure zu Software-Experten zu machen. 2019 wollen CEO Volkmar Denner, Kübel &. Co. nun die nächste Stufe zünden: Im Januar soll „Bosch Tube“ an den Start gehen, eine Video-Lernplattform von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Wir meinen: Das Ziel, zu qualifizieren statt zu entlassen, ist angesichts des rasanten Wandels ambitioniert. Aber wer derart Gas gibt, darf hoffen.

Anmerkung: Die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) kooperiert mit Bosch bei der Weiterbildung von Aufsichtsräten. Mehr dazu erfahren Sie hier.