Hattrick für Höttges: Der Telekom-Chef ist der neue Steve Jobs

Timotheus Höttges

Wir gratulieren dem Telekom-Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges: Zum dritten Mal in Folge hat der 55-Jährige die verständlichste HV-Rede gehalten und folgerichtig beim Dax-Redner-Ranking der Universität Hohenheim den ersten Platz belegt (vor Fresenius-Chef Stephan Sturm und Deutsche-Post-CEO Frank Appel). Höttges überzeugte die Experten um Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider auch mit seinem Mut zu klaren Worten: „Manche sagen mir: Klartext macht angreifbar“, so Höttges. „Denen erwidere ich: Nebelkerzen brennen kurz. Da sage ich lieber selbst, was Sache ist.“

Carsten Spohr: Die Aufholjagd des Lufthansa-Chefs

Hinzu kommt, ganz banal: Fleiß. Gegenüber dem Handelsblatt offenbarte Höttges nun, wie akribisch er seine Reden auf der Hauptversammlung vorbereitet und einstudiert. Sein Erfolg bestätigt damit, was gute Kommunikationsberater seit jeher predigen: Gute Reden sind in erster Linie eine Frage der Vorbereitung. So soll der legendäre Präsentator Steve Jobs pro Rede-Minute rund 40 Minuten geübt haben. Gut vorbereitet war in diesem Jahr auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr: Er hat sich von Platz 20 auf Platz 6 im Redner-Ranking vorgearbeitet und damit den größten Fortschritt unter den Dax30-CEOs gemacht. Wenn er das Tempo beibehält, kann er Höttges 2019 Konkurrenz machen.