Lufthansa: Warum Spohr und Volkens die Zufriedenheit bekämpfen

Bettina Volkens

Zufriedene Mitarbeiter sind eigentlich eine prima Sache. Doch bisweilen schlägt Zufrieden- in Bequemlichkeit um – und das ist brandgefährlich, vor allem wenn Vorstände die digitale Transformation vorantreiben wollen und dazu auf ideenreiche und motivierte Mitarbeiter angewiesen sind. In einem solchen Dilemma steckt derzeit Lufthansa-CEO Carsten Spohr: Viele Angestellte sind derart zufrieden, dass sie am liebsten weiter machen wollen wie bisher, statt sich weiterzubilden oder auf neue Formen der Zusammenarbeit einzulassen.

Volkens will „Rotation und Fluktuation“ erzeugen

Spohrs Personalchefin Bettina Volkens hält deshalb nun dagegen. Sie will den allzu Zufriedenen Beine machen, formuliert das aber nachvollziehbarerweise anders: „Wir müssen beweglich bleiben“, sagte sie jüngst der WirtschaftsWoche. „Jeder Einzelne muss bereit sein, ein Leben lang zu lernen und seine bisherige Arbeitsweise immer wieder zu hinterfragen. Dazu gehört auch der Wille, im Beruf etwas ganz anderes zu tun.“ Deshalb will sie nun „Rotation und Fluktuation“ erzeugen. Wir drücken die Daumen – und sind gespannt, wie vielen Mitarbeitern es gelingt, den Schalter umzulegen.