Künstliche Intelligenz: Was Aufsichtsräte von EVA lernen können

Hartmann

Versicherungsvermittler und Empathie – das schien uns bisher nicht unbedingt zusammenzugehören. Doch womöglich müssen wir umdenken, denn auf dem Deutschen Aufsichtsratstag stellte IBM-Deutschland-Chef Matthias Hartmann die Emphatische Versicherungsassistentin (EVA) als ein besonders gelungenes Anwendungsbeispiel für Künstliche Intelligenz (KI) vor: Der Chatbot der Inter Versicherungsgruppe aus Mannheim beantwortet rund um die Uhr Fragen und unterstützt beim Online-Abschluss, für den seither nur noch wenige Klicks nötig sind.

„Fangen Sie klein an – aber fangen Sie an“

Ähnlich interessant fanden wir das „BodyRepair“-Programm von AutoGlass: Wer eine Beule am Auto hat, kann ein Foto an die britische Werkstattkette schicken – und bekommt dann allein auf dieser Basis ein verbindliches Preisangebot. Aber die entscheidende Frage aus unserer Sicht lautet natürlich: Was können Aufsichtsräte dazu beitragen, dass ihre Unternehmen ähnliche Innovationen hervorbringen? IBM-Manager Hartmann hält es für entscheidend, dass sie sich mit KI auseinandersetzen und den Vorständen die richtigen Fragen stellen. So bräuchten Unternehmen die richtigen Experten – etwa für „Deep Learning“ und eine klare Marschrichtung: Fangen Sie klein an – aber fangen Sie an, lautete Hartmanns Botschaft.