Mitbestimmung: Herzlich willkommen, liebe neue Indus-Aufsichtsräte!

Mitbestimmung

Es war ein bemerkenswerter Zwischenruf auf dem Deutschen Aufsichtsratstag (DART) Ende Juni: Den Hinweis während einer Podiumsdiskussion, dass mehrere Unternehmen nach einem Gerichtsurteil Arbeitnehmer in ihre Aufsichtsräte aufnehmen müssen, korrigierte ein Teilnehmer kurz und bündig mit: dürfen – und erntete Schmunzeln und zustimmendes Nicken. Das zeigt: Die Kapitalvertreter in den deutschen Aufsichtsräten sind Fans der Mitbestimmung. Und auch wir sind überzeugt, dass sie langfristig gesehen ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und den Standort Deutschland ist.

Wie Mitarbeiter zu Mitdenkern werden

Sicher: Mitbestimmung ist anstrengend. Und bisweilen unterliegen Arbeitnehmervertreter erheblichen Interessenkonflikten oder könnten in Sachen Kompetenz noch Fortschritte machen. Aber Hand aufs Herz: Ist das auf der Kapitalseite grundlegend anders? Vor allem aber überwiegen unterm Strich die Vorteile der Mitbestimmung, weil die wichtigsten „Stakeholder“ eine Stimme bekommen und sich intensiv mit der unternehmerischen Perspektive auseinandersetzen müssen – was die Chance auf Strategien erhöht, die gemeinsam getragen werden und dem langfristigen Unternehmenswohl dienen (und nicht einzelnen Stakeholdern wie zum Beispiel Großaktionären). Insofern haben Unternehmen wie Indus allen Grund, die neuen Aufsichtsräte nicht als notwendiges Übel zu sehen, sondern herzlich willkommen zu heißen.