Silicon Valley & Westerwald: Zukunftsmodell Mitarbeiter-Genossenschaft!

Silicon Valley

Klaus Eberhardt und Mark Goerke haben eine Mitarbeiter-Genossenschaft ins Leben gerufen: Die Gründer und Eigentümer des Münchner Software-Hauses Iteratec bringen in einem ersten Schritt 49 Prozent der Anteile ein, der Rest soll in fünf bis sieben Jahren folgen – wenn sich das Modell bewährt. Wir sind da zuversichtlich, denn mit ihrer Entscheidung schlagen Eberhardt und Goerke zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie präsentieren eine überzeugende Nachfolgelösung und machen die rund 300 Mitarbeiter zugleich in noch größerem Maße zu Mitdenkern.

IT-Branche: Trendsetter in Sachen Leadership und Teilhabe?

Wir hoffen deshalb, dass der innovative Ansatz Nachahmer findet – und dass es ähnlich läuft wie in Sachen Leadership: Auch hier waren IT-Unternehmer wegen des hohen Innovationsdrucks die ersten, die auf agile Strukturen mit flachen Hierarchien und größere Spielräume für einzelne Mitarbeiter setzten. Die logische Weiterentwicklung dieses Konzepts ist es, die Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen (ganz im Sinne des Management-Vordenkers Peter Drucker und seiner „Unternehmer-Gesellschaft“). Hier bietet das genossenschaftliche Modell, um 1850 erfunden von Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Westerwald, interessante Optionen. Und wenn es gelingt, die Innovationskraft des Silicon Valley mit den genossenschaftlichen Prinzipien aus dem Westerwald zu kombinieren, könnte das auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – ganz ohne Maschinensteuern.