Künstliche Intelligenz & Ethik: Auf welche Aufsichtsräte es jetzt ankommt

Künstliche Intelligenz

In der nächsten Woche, so berichtet es der „Spiegel“, werden Diplomaten in Genf über autonome Waffensysteme („Killer-Roboter“) beraten. 26 Länder fordern demnach ein Verbot, aber angesichts des Widerstandes von den USA und Russland wird es dazu wohl nicht kommen. Umso mehr sind deshalb jetzt Wirtschaft und Wissenschaft gefordert, und erfreulicherweise haben Tausende Forscher, KI-Experten, Unternehmer und Manager aus aller Welt in den vergangenen Wochen einen offenen Brief des „Future-of-Life“-Instituts unterschrieben – darunter Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk und Apple-Ikone Steve Wozniak.

Gralshüter einer ethischen Unternehmenskultur

Sie alle versprechen darin, sich nicht an der Entwicklung „tödlicher autonomer Waffen“ zu beteiligen. Wir meinen: Auch deutsche Unternehmen bzw. deren Führungskräfte sollten sich der Initiative anschließen – notfalls auf Druck ihrer Aufsichtsräte, die schließlich Gralshüter einer ethischen Unternehmenskultur sein sollten. Und gefordert sind nicht nur Kontrolleure von Tech-Unternehmen (die sich bereits intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz & Ethik befassen), sondern auch Aufsichtsräte aus der Rüstungsindustrie – also zum Beispiel der Rheinmetall-Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Grillo oder sein Amtskollege bei KraussMaffei, der Chinese Xinping Bai.