Football Leaks: Warum Bundesliga-Aufsichtsräte auf Compliance drängen

Football Leaks

Seit den „Football Leaks“ wissen wir, was wir schon lange ahnten: Im Profi-Fußball versuchen etliche Protagonisten, den Fiskus auszutricksen – und gehen dabei bisweilen über die Grenze des Erlaubten. Das kann auch für Deutschlands Bundesliga-Clubs zum Problem werden; schlimmstenfalls könnten sie für Steuerausfälle haften – zum Beispiel, wenn Stars oder ihre Berater Geschäfte über dubiose Offshore-Firmen abwickeln. Und wie wir hören, warnen vor diesem Risiko derzeit insbesondere Fußball-Aufsichtsräte aus der Wirtschaft.

Immer mehr Top-Manager – aber kaum Frauen

Immer mehr Club-Vorstände beschäftigen sich deshalb derzeit mit der „Tax Compliance“, was mal wieder zeigt: Kompetente Aufsichtsräte sind ein entscheidender Faktor bei der Professionalisierung (und aus unserer Sicht deutlich wichtiger als neue Investoren). Es ist deshalb erfreulich, dass inzwischen fast alle Bundesliga-Clubs Aufsichtsräte für ihre Profiabteilungen eingerichtet haben – und das dort Manager wie Henkel-CFO Carsten Knobel (Fortuna Düsseldorf), Deutsche-Bank-Vertriebsleiter Moritz Dörnemann (Schalke 04) oder OHB-Chef Marco Fuchs (Werder Bremen) sitzen. Allerdings mangelt es den Gremien häufig an Unabhängigkeit und Diversity. Wir empfehlen deshalb, nicht nur bei den Sponsoren und in Männer-Netzwerken nach Kandidaten zu suchen.