Managergehälter: Wer das beste Salär einstreicht

Managergehälter

Wir haben es vor einigen Monaten bereits thematisiert: Während Deutschlands Vorstandschefs Teamgeist predigen, werden viele von ihnen bezahlt, als hänge das Wohl des Unternehmens in allererster Linie von ihnen alleine ab. Und inzwischen belegen immer mehr Studien, das hohe Gehaltsunterschiede das Klima vergiften können. „Die wachsende Ungleichheit kann demotivierend auf die gesamte Belegschaft wirken und dem gesamten Unternehmen schaden“, sagte der BWL-Professor Joachim Schwalbach jüngst der WirtschaftsWoche. So untermauerte gerade eine Studie der Uni Berkeley, dass Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen schlechter bewerten, wenn die Gehaltsunterschiede hoch sind.

Niedrige Pay Ratio: Vorteil im Wettbewerb um Talente

Zudem zeigte sich, dass solche Firmen für Bewerber unattraktiver sind – ein erheblicher Nachteil im Zeitalter des Fachkräftemangels (zumal Analysen zur „Pay Ratio“ für Schlagzeilen sorgen und zuletzt vor allem die Deutsche Post in ein schlechtes Licht rückten). Im Umkehrschluss bedeutet das: Mit fairen Gehaltsstrukturen können Aufsichtsräte Unternehmen einen Vorteil im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte verschaffen. Besonders niedrig ist die Pay Ratio zum Beispiel bei der Commerzbank: CEO Martin Zielke kassierte 2017 das 25-fache eines typischen Mitarbeiters und damit eines der „besten“ Managergehälter – zumindest aus Sicht des Unternehmens.