Deutscher Aufsichtsratstag: Was macht gute Stiftungsaufsichtsräte aus?

Stiftung

Mancher Stifter würde sich im Grabe umdrehen: Immer wieder gibt es nach Jahren oder Jahrzehnten heftige Konflikte um Satzung oder Unternehmensstrategie; zuletzt sorgten zum Beispiel Aldi Nord, ZF Friedrichshafen und ThyssenKrupp wegen Stiftungsstreitigkeiten für Schlagzeilen. In der Tat müssen Stifter einen schwierigen Spagat schaffen, indem sie einerseits klare Vorgaben machen – ihren Nachfolger aber andererseits genug Spielraum lassen, damit Unternehmen auf neue Entwicklungen reagieren und die eigene Transformation vorantreiben können.

Robert Bosch vs. Alfried Krupp

Mindestens genauso wichtig wie Paragrafen sind dabei die Personen. Das zeigt ein Vergleich zwischen zwei führenden Stiftungen: Während Robert Bosch für eine klare Trennung zwischen Geschäft und Gemeinnützigkeit sowie für wirtschaftliche Kompetenz an der Spitze der Kontrollgremien gesorgt hat, kann die Krupp-Stiftung für ihr Kuratorium Spitzenpersonal ohne unternehmerische Erfahrung oder Management-Knowhow rekrutieren. Das hat sich im Streit mit aktivistischen Aktionären bitter gerächt und die Abgänge von CEO Heinrich Hiesinger und Aufsichtsratschef Ulrich Lehner ausgelöst.

#dart14: Andreas Brand & Otto Korte

Aber was macht eine gute Unternehmensstiftung aus? Und welche Herausforderungen stellen sich Aufsichtsräten, die von einer Stiftung ins Überwachungsgremium des Unternehmens entsandt werden? Über dies und mehr diskutieren wir auf dem 14. Deutschen Aufsichtsratstag (DART) mit Andreas Brand, Oberbürgermeister von Friedrichshafen und Aufsichtsrat von ZF Friedrichshafen sowie dem CEWE-Aufsichtsratschef Otto Korte. Eindrücke und Statements vom DART gibt’s auf Twitter unter #dart14.