Frauenquote: Die mächtigsten Aufsichtsrätinnen im Dax

Frauenquote Aufsichtsrat

Dank der gesetzlichen Frauenquote von 30 Prozent haben die Dax-Unternehmen Dutzende Aufsichtsrätinnen engagiert. Aber nur wenige haben es in den inneren Zirkel geschafft: In den mächtigen Präsidial-, Nominal-, Personal- und Vermittlungsausschüssen sitzen laut einer Handelsblatt-Recherche bislang lediglich 55 Frauen. Das entspricht einem Anteil von rund 19 Prozent. Besser als der Durchschnitt ist der 12-köpfige Covestro-Aufsichtsrat, wo die stellvertretende Vorsitzende Petra Kronen sowie die frühere Eon-Personalchefin Regine Stachelhaus jeweils in zwei zentralen Ausschüssen sitzen.

Vonovia-Aufsichtsrat: Frauen an der Macht

Bei der Deutschen Börse sorgt die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Jutta Stuhlfauth (drei wichtige Ausschüsse) für eine überdurchschnittliche Frauenquote im inneren Zirkel, bei ThyssenKrupp die neue Chefkontrolleurin Martina Merz (vier wichtige Ausschüsse). Positiv heraus ragt zudem der Wohnungskonzern Vonovia: Im „Präsidial- und Nominierungsausschuss“ sitzen mit innogy-Vorständin Hildegard Müller, der Ex-McKinsey-Beraterin Clara-Christina Streit und Conti-Personalchefin Ariane Reinhart gleich drei Frauen. Aufsichtsratschef Jürgen Fitschen und der frühere Vattenfall-Europachef Klaus Rauscher sind damit in der Minderheit. Sie scheinen damit leben zu können.